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Resolution gegen Schließung von Geburtenstation in Radebeul

Resolution gegen Schließung von Geburtenstation in Radebeul

"Hände weg von unserem Krankenhaus", fordern, mit Ausnahme von Thomas Gey (SPD), alle Spitzen der Radebeuler Stadtratsfraktionen in einer Resolution an die Elblandkliniken.

Gestern Abend unterzeichneten sie und Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) das Papier, das an die Führung des Klinikverbunds gerichtet ist. Mit ihren Forderungen reagieren sie auf die vor Kurzem im Aufsichtsrat der Kliniken konkretisierten Pläne, die Radebeuler Geburtsstation zu schließen.

Die Elblandkliniken mit ihren drei Krankenhäusern in Radebeul, Meißen und Riesa wollen nach gründlicher Prüfung aller Investitionen im Herbst dem Kreistag ihr neues medizinisches Konzept vorlegen. Das in Trägerschaft vom Kreis geführte Unternehmen plant Umstrukturierungen. So soll der Umfang des über 70 Millionen Euro teuren Krankenhaus-Neubaus in Riesa verringert werden. Im Gespräch ist auch, Radebeuls Geburtenstation zu schließen. Eine Entscheidung gibt es laut neuem Klinikenvorstand Frank Ohi in den kommenden Wochen.

Mehrere Gründe sprächen dafür, hatte Aufsichtsratsmitglied Thomas Gey erklärt - vor allem wurden Sicherheitsbedenken vorgebracht. Diese würden damit zusammenhängen, dass Radebeul als einziges Krankenhaus des Unternehmens nicht über eine Klinik für Kinder- und Jugendmedizin verfügt. Es gibt zwar einen Spezialisten vor Ort, aber in Notfällen werden Neugeborene meist in das fünf Kilometer entfernte Krankenhaus in Dresden-Neustadt überwiesen.

"Es kann nicht sein, dass die Schließung mit der fehlenden Kinderstation begründet wird", betonten die Unterzeichner der Resolution. Das Radebeuler Krankenhaus sei "ein Standort der Regelversorgung, keine Spezialklinik". Nur 17 von 35 Regelkrankenhäusern in Sachsen würden so einen Kinder- und Jugendmedizinbereich haben.

Die Radebeuler Resolution fordert eine öffentliche Diskussion vor der endgültigen Entscheidung. Zudem sollen Alternativen mit strukturellen und wirtschaftlichen Folgen aufgezeigt sowie für jeden der drei Standorte und für den Klinik-Verbund ein Fünf-Jahresplan samt Investitionen vorgelegt werden. Letztere sollen mit der Standortgemeinde abgestimmt werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.09.2013

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