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Rentner befürchten lange Wege: Landrat schlägt Beratung in Bürgerbüros vor

Rentner befürchten lange Wege: Landrat schlägt Beratung in Bürgerbüros vor

März müssen Bewohner des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bei Fragen zu ihrer Rente längere Wege in Kauf nehmen. Die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland schließt Ende Februar die Auskunfts- und Beratungsstellen in Pirna und Dippoldiswalde.

Ab 2. "Hintergrund der Schließung ist die Neukonzeption des Servicenetzes Auskunft und Beratung, die vom Vorstand bereits am 23. September 2011 beschlossen wurde", teilte Pressereferent Andreas Walther mit. Umfang und Kosten des Beratungsstellennetzes seien in der Vergangenheit wiederholt vom Bundesrechnungshof gerügt worden, "so dass wir unter einem massiven Druck von außen standen", erklärte Walther.

In Mitteldeutschland wird es nur noch 30 Beratungsbüros geben. "Versicherte können sich zukünftig an die Mitarbeiter der nächstgelegenen Beratungsstellen in Dresden und Bautzen wenden, um ihre Fragen zu Renten- bzw. Reha-Angelegenheiten persönlich zu klären", informierte Walther. Die Anzahl der Beratungsbüros wurde auf der Basis bundesweit vereinbarter und für alle Regionalträger geltender Kriterien getroffen. So wird laut Walther eine Entfernung von bis zu 30 Kilometern zur nächstgelegenen Beratungsstelle als zumutbar angesehen.

"Das kann eben nur für Senioren mit Hubschrauber gelten", meint Jürgen Grunow, zweiter Vorsitzender der Senioren-Union Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Auf der jüngsten Mitgliederversammlung der Interessenvertretung der älteren CDU-Mitglieder stieß die Entscheidung der Deutschen Rentenversicherung, sich mit den Beratungsangeboten aus dem Landkreis zurückzuziehen, auf heftige Kritik. Wer die Straße benutzen müsse, der sei aus Altenberg/Zinnwald über 50 Kilometer oder aus dem Raum Sebnitz-Bad Schandau nur wenig kürzer unterwegs. "Es sind in jedem Fall erheblich mehr als die eigentlich vorgesehenen 30 Kilometer", kritisiert Grunow.

Nicht jeder verfüge über ein eigenes Fahrzeug und sei daher auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. "Es ist für die älteren Mitbürger unzumutbar, mehr als zwei Stunden nach Dresden in die Pohlandstraße und dann auch die gleiche Zeit zurückzufahren", so Grunow. Nach Meinung der Senioren-Union sei eine gesetzliche Sozialversicherung nicht nur der Wirtschaftlichkeit, sondern auch dem Bürgerservice verpflichtet.

Landrat Michael Geisler (CDU) übt ebenfalls heftige Kritik: "Diese Entscheidung bedeutet aus unserer Sicht einen Verlust an Bürgernähe und Betreuungsqualität, die so nicht zu verantworten ist." Er fordert von der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland ein neues Servicekonzept. So könnten Beratungen der Rentenversicherung künftig in den Bürgerbüros der Landkreisverwaltung stattfinden, schlägt Geisler vor.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.02.2015

Silvio Kuhnert

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