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Rekord ohne Akkord: Villa Teresa lädt zur Hochzeitsmesse

Rekord ohne Akkord: Villa Teresa lädt zur Hochzeitsmesse

Feuershow, aufsteigende Luftballons, fliegende Tauben - für Christiane Matthé ist das alles ein alter Hut. Die Villa-Chefin zuckt bei den meisten Ideen, die Brautpaare für ihren besonderen Tag haben, kaum noch mit der Wimper.

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Villa-Chefin Christiane Matthé richtet das Tischchen für die Trauung. Die Sessel sind bei Trauungen dem Brautpaar vorbehalten, in das Porzellanschälchen in Matthés Händen kommen die Ringe.

Quelle: Uwe Hofmann

Coswig. Kein Wunder. Seit sie 2010 die Leitung des Kulturhauses übernommen hat, hat sie mehr als 200 Hochzeitsfeiern begleitet. Eigentlich als Ort für klassische Konzerte gedacht, hat sich das Geschäft mit den Hochzeitsgesellschaften unter Matthés Ägide mehr und mehr zu einem Renner entwickelt - ein Erfolg, der bei der Finanzierung des anspruchsvollen Kulturprogramms hilft. Allein in diesem Jahr wurden bisher 89 Ehen in der Villa geschlossen, nur 38 in den Räumen des Coswiger Standesamtes. Bis Ende des Jahres werden es deutlich mehr als 90 Eheschließungen sein. Ein neuer Rekord in der Villa. Dazu kommen noch die Hochzeitsgesellschaften, die auch in den Räumen und im von der Straße abgeschotteten Park gefeiert haben.

"Werbung brauche ich keine mehr zu machen", sagt Matthé durchaus selbstbewusst. Die meisten Paare kommen inzwischen, weil sie ein Bekannter auf den Ort aufmerksam gemacht hat oder weil sie sich im Internet bei einschlägigen Ratgeberseiten informiert haben. Eine Hochzeitsmesse leistet sich Matthé dennoch: Am Sonntag von 11 bis 18 Uhr können sich Paare in den Räumen der Villa informieren. Gedacht ist die Veranstaltung aber eher für angehende Brautleute, die schon einen Termin haben und jetzt noch den passenden Floristen oder Friseur dazubuchen wollen oder solche, die ernste Absichten hegen. Sie können bei ihrer Terminwahl allerdings nicht mehr aus den Vollen schöpfen: 2016 sind die gefragtesten Termine an den Sonnabenden in den Sommermonaten bereits weg. Derzeit trifft Matthé bereits Absprachen für 2017.

Es sei nicht nur der Ort, meint die Villa-Chefin auf die Frage, warum das herrschaftliche Gebäude mit seinem Park so gefragt ist. Viel mache die Betreuung aus. So werden Trauungen in der Villa nur im Stundentakt abgehalten, damit Paaren genügend Zeit zum Verweilen bleibt. Bei Hochzeitsfeiern nimmt Matthé jeden an die Hand, damit auch alles bedacht wird. "Auf diese Weise lernt man die verschiedensten Menschen kennen", sagt sie. Und erlebt einiges. Wie etwa den Tag, als eine angehende Braut Stiegen mit 60 Äpfeln anschleppte, die sie selbst vergoldet und mit Namen versehen hatte, damit sie als Tischkärtchen fungieren. Oder die Hochzeitsgesellschaft, bei der sich das Paar im Mittelaltergewand trauen ließ und sich nach der Feier im Park unter freiem Himmel das Brautbett machte. Mottohochzeiten hat Matthé mehrere erlebt. Eindruck hat eine im Gothik-Stil gemacht, bei der nicht nur Braut und Bräutigam mit Lackschuhen, dunklen Kleidern und Zylinder auftrat, sondern sich auch die Oma nicht lumpen ließ und mit schwarzer Kutte erschien.

Auch wenn manches Brautpaar mächtig um jeden Preis feilscht, geht es zumeist opulent zu. Auf die Spitze getrieben hat es ein Paar, das für die Tischkärtchen dutzende schwergewichtige Kristallglasbälle gravieren ließ. Und die schönste Idee? "Das war ein Paar, das jeden Tisch einem langjährigen Ehepaar aus der Familie gewidmet hat, um diese zu ehren", sagt Matthé. Es habe sie gerührt, das zu sehen. Es geht also doch.

uwe hofmann

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