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Reinhardtsgrimma lädt am 6. und 7. Juli zum dritten Kulturwochenende ein

Reinhardtsgrimma lädt am 6. und 7. Juli zum dritten Kulturwochenende ein

"Aller guten Dinge sind drei", sagt ein altes Sprichwort. In Reinhardtsgrimma haben sich drei Partner gefunden, die zeigen, dass in dem Ort kulturell was los ist.

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Arndt Stelzner hat mit vielen weiteren Enthusiasten das "Erbgericht" in Reinhardtsgrimma zu einem Kulturzentrum umgebaut.

Quelle: Silvio Kuhnert

Reinhardtsgrimma. Das Kulturzentrum "Erbgericht", Schloss und Dorfkirche laden am 6. und 7. Juli zum Kulturwochenende ein. Das kleine Festival findet zum dritten Mal statt. "Es gibt Musik aus Klassik, Romantik und Gegenwart", sagt Arndt Stelzner, einer der Organisatoren.

Am Sonnabend gibt der Grimmsche Erbgerichtschor ein Konzert. Als Gast empfängt er die Weißeritztal-Musikanten. Am Sonntag erklingt Romantik mit "GAUDJ" - bei dem Namen des Quartetts handelt es sich um ein Akronym aus den zusammengezogenen Anfangsbuchstaben der Musiker. "Das Programm umfasst Lieder der Romantik von Schumann bis Brahms", berichtet Stelzner. Er hat auch gleich noch einen Wandertipp. Durch das romantische Lockwitztal kann man noch heute auf den Spuren von Robert Schumann wandeln - entweder über den Wilisch (anderthalb Stunden) oder im Tal über Lungkwitz, vorbei an Teufelsmühle und Hirschbachmühle, schließlich durch den Schlosspark von Reinhardtsgrimma (knapp zwei Stunden). "Durch Tagebuchaufzeichnungen ist belegt, dass Schumann 1849 mit Familie von Kreischa aus nach Reinhardtsgrimma gewandert ist", informiert Stelzner.

Ebenfalls am Sonntag wird ein besonderer Einblick in der Kirche gewährt. Die Silbermann-Orgel zieht Besucher schon immer an. Bei einer musikalischen Orgelführung liegt das Augenmerk vor allem auf die kleinen Gäste. "Wir möchten auch Kindern die seltene Gelegenheit bieten, ein Original-Instrument aus der Bachzeit zu hören und zugleich von innen zu sehen", sagt Stelzner.

Sein Verein zählt rund 70 Mitglieder und die Enthusiasten haben sich Kultur auf die Fahnen geschrieben. Viel Engagement steckten sie in den Dorfgasthaus. Der war vom Verfall und Abriss bedroht. Doch das vom Rittergutsbesitzer und Schlossherren Georg Conrad Ruschenbusch 1833 an der Stelle alter Vorgängerbauten errichtete Gebäude wollte der Kulturverein retten. Nach und nach sanierten sie das Erbgericht. Heute beherbergt es einen Veranstaltungssaal mit 200 Plätzen, einen Gewölbesaal, ein Pilzmuseum mit dem "Deutschen Pilzkunde-Kabinett" von Reiner Helwig, einen Einkaufsmarkt und ein Café im Jugenstilambiente.

"Seit 2005 wird gebaut, gebaut, gebaut", sagt Stelzner. Zurzeit geben die Vereinsmitglieder dem Gewölbe im Erdgeschoss neue Farbe. Und im Hof wurde für 66 000 Euro die Stützwand saniert. Der Platz zwischen Haus und Mauer wird neu gestaltet. Zehn bis zwölf Autos können dort künftig parken.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.06.2013

S. Kuhnert

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