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Realistische Hoffnung auf Ortsumgehung für Ottendorf-Okrilla

Bundesverkehrswegeplans 2030 Realistische Hoffnung auf Ortsumgehung für Ottendorf-Okrilla

Seit mehr als 20 Jahren wird über den Bau einer Ortsumgehungsstraße für die Gemeinde Ottendorf-Okrilla im Dresdner Norden diskutiert. Nun steigen die Chancen, dass das Projekt in absehbarer Zeit tatsächlich realisiert wird.

Die Westumfahrung ist am kürzesten, führt aber an diversen Wohngebieten am Wachberg und in Medingen vorbei.

Quelle: Werner Peters

Ottendorf-Okrilla. Seit mehr als 20 Jahren wird über den Bau einer Ortsumgehungsstraße für die Gemeinde Ottendorf-Okrilla im Dresdner Norden diskutiert. Nun steigen die Chancen, dass das Projekt in absehbarer Zeit tatsächlich realisiert wird. Konkret wird die Baumaßnahme im Konzept des Bundesverkehrswegeplans 2030 (BVWP) aufgeführt. Dieser legt fest, in welche Straßen-, Schienen- und Wasserstraßen der Bund bis 2030 investiert.

Im Zusammenhang mit dem Bau des Ottendorfer Gewerbegebietes wurden Mitte der neunziger Jahre erstmals Forderungen nach einer Entlastungsstraße für die Großgemeinde laut. Damals befuhren tagtäglich knapp 14 000 Fahrzeuge die Hauptverkehrsader Königsbrücker Straße. Die von der Verkehrsbehörde ermittelte Verkehrsspitze lag bei 1216 Pkws pro Stunde. Was immer wieder zu Unmutsbekundungen genervter Anwohner führte.

Doch bereits die ersten Planungsstudien für die Ortsumgehung lösten Proteste bei Umweltschützern aus. Denn eine der kurzzeitig diskutierten Routen führte um den Ortsteil Medingen herum durch ein Moorwaldgebiet. Aktuell dagegen sind noch immer zwei Varianten von damals. Gegen die sogenannte Westumfahrung über den Wachberg gab es von Anfang an Widerstand aus dem Ottendorfer Rathaus. Die längenmäßig kürzeste Strecke würde am nördlichen Ortseingang beginnen und dann entlang der Kiesgrube am Soccerpark vorbei über den Wachberg führen. Für die weitere Querung der Großen Röder käme nur ein größerer Brückenbau in Betracht. Enden würde diese Trasse am Weixdorfer Gewerbegebiet „Promigberg“. Die größten Nachteile dieser Streckenführung wären die unmittelbare Nähe diverser Wohngebiete und ein gravierender Einschnitt in das Landschaftsbild.

Alternativ brachte deshalb bereits im August 2000 der damalige Bürgermeister Lothar Menzel (CDU) eine Ostumfahrung ins Spiel und untermauerte seinen Vorschlag mit einer 21 000 DM teuren Verkehrsstudie. Diese Route würde von der B97 bis zur Autobahnanschlussstelle Ottendorf-Okrilla führen. Zwar müssten empfindliche Einschnitte in die Natur in Kauf genommen werden, doch die Anzahl der betroffenen Bürger wäre deutlich kleiner. Diese Meinung teilt in wesentlichen Punkten auch der heutige Gemeinderat. Inwieweit diese Bedenken am Ende berücksichtigt werden, ist offen.

Seit Montag liegt das Konzept für den Bundesverkehrswegeplan 2030 offen aus. Eingaben können auch im Internet auf der Seite www.bmvi.de gemacht werden. Nach Abschluss der sechswöchigen Öffentlichkeitsbeteiligung wird der BVWP 2030 überarbeitet und vom Bundeskabinett beschlossen. Segnet letztlich der Gesetzgeber das Investitionspaket ab, ist der Weg endgültig frei für die weiteren Planungsschritte ab, einschließlich der Festlegung der genauen Streckenführung.

Von Werner Peters

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