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Raubüberfall in Radeberg nur zum Teil gesühnt

Überfall auf einen Zeitungszusteller Raubüberfall in Radeberg nur zum Teil gesühnt

Der Raubüberfall auf einen Zeitungszusteller am 28. Januar 2015 in Radeberg ist auch nach der Verhandlung vor dem Amtsgericht Bautzen nur zum Teil gesühnt. Lediglich einer der beiden Angeklagten, der heute 20-jährige Eik H., konnte für die Tat verurteilt werden. Dem zweiten Angeklagten konnte eine Beteiligung an dem Raubüberfall nicht nachgewiesen werden.

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Einer von zwei Angeklagten wurde verurteilt. Dem anderen konnte eine Beteiligung an dem Raubüberfall nicht nachgewiesen werden.
 

Quelle: dpa

Radeberg/Bautzen.  Der Raubüberfall auf einen PostModern-Zeitungszusteller am 28. Januar 2015 in Radeberg ist auch nach der Verhandlung vor dem Amtsgericht Bautzen nur zum Teil gesühnt. Lediglich einer der beiden Angeklagten, der heute 20-jährige Eik H., konnte für die Tat verurteilt werden. Er hatte seine Beteiligung eingeräumt und wurde zu einer Jugendstrafe in noch unbestimmter Höhe auf Bewährung verurteilt. Sollte er sich im Bewährungszeitraum von zwei Jahren etwas zu Schulden kommen lassen, wird neu über das Strafmaß verhandelt.

Dem zweiten Angeklagten, dem 23-jährigen Patrick B., konnte eine Beteiligung an dem Raubüberfall hingegen nicht nachgewiesen werden. Zu widersprüchlich waren die diesbezüglichen Zeugenaussagen. Auch Eik H. hatte angegeben, dass nicht Patrick B., sondern ein weiterer Mitangeklagter (Marius B.) sein Komplize war. Dieser erschien jedoch nicht zu der Verhandlung, sondern ließ sich aufgrund einer begonnenen Therapie am Landeskrankenhaus Arnsdorf von seiner ihn dort behandelnden Ärztin entschuldigen.

Ungeschoren kommt jedoch auch Patrick B. nicht davon. Er wurde wegen der Beteiligung an zahlreichen anderen Straftaten, darunter mehrere Einbrüche in Radeberger Kindereinrichtungen, zu einer Jugendstrafe von eineinhalb Jahren auf Bewährung verurteilt. Der gegen ihn bestehende Haftbefehl – B. war in Handschellen aus der Untersuchungshaft im Gerichtssaal vorgeführt worden – wurde aufgehoben. Das Verfahren gegen Marius B. wurde abgetrennt, über ihn will das Jugendschöffengericht zu einem späteren Zeitpunkt neu verhandeln.

Der Überfall, bei dem einer der Täter dem Opfer ein Messer vor das Gesicht hielt und dieses zur Herausgabe von Auto, Brieftasche und Mobiltelefon zwang, hatte in Radeberg für großes Aufsehen gesorgt. Am 30. August des vergangenen Jahres berichtete sogar der MDR in seiner Sendung „Kripo Live“ darüber. Eik H., der zu diesem Zeitpunkt auswärts arbeitete, erfuhr davon und stellte sich bei der Polizei.

Wie der Verdacht gegen Patrick B. zu Stande kam, bleibt auch nach der Gerichtsverhandlung unklar. Klar wurde, dass zu jener Zeit Gerüchte über seine Beteiligung an anderen Straftaten in Radeberg herumgingen und dass diese auch an seiner Arbeitsstelle nicht unbekannt blieben. In diesem Zusammenhang kam es zu einem Treffen, bei dem B.s Arbeitgeber dem Geschädigten ein Zeitungsbild von Patrick B. zeigte. Beide machten vor Gericht unterschiedliche Angaben über das Ergebnis – während der Geschädigte aussagte, B. sofort auf dem Bild erkannt zu haben, erklärte der Arbeitgeber, dass dies nicht so gewesen sei.

 Eher zur Verwirrung als zur Aufklärung trug auch ein Phantombild bei, das nach den Angaben eines Kollegen des Opfers gezeichnet worden war und kaum Ähnlichkeit mit Patrick B. aufwies. Letztlich kam das Gericht zu der Auffassung, dass ihm eine Beteiligung an dem Überfall nicht nachgewiesen werden kann und er – zumindest von diesem Vorwurf – freigesprochen werden muss.

Von Uwe Menschner

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