Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Radebeuls Feuerwehren bekommen erstmals seit 22 Jahren mehr Geld

Radebeuls Feuerwehren bekommen erstmals seit 22 Jahren mehr Geld

Die Freiwilligen Feuerwehren in Radebeul bekommen künftig mehr Geld für ihre Dienste. Erstmals seit 1992 beschloss der Stadtrat, die Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtlichen Brandbekämpfer anzuheben.

Voriger Artikel
Radebeul gründet Verkehrsrat: Bürgerinitiativen und Stadt setzen sich an einen Tisch
Nächster Artikel
Radeberger ertappt Metalldieb: Täter wollte Fensterbrett abbauen

Die Radebeuler Feuerwehrleute werden im Jahr zu rund 200 Einsätzen berufen. Dafür gibt es nur eine kleine Aufwandsentschädigung.

Quelle: Martin Förster

Den langen Jahren ist es geschuldet, dass der Preissprung relativ üppig ausfällt: Die Summen verdoppeln sich. Allerdings nur bei den "Funktionsträgern", wie Stadtrat Uwe Wittig (Freie Wähler) moniert. Für die meisten der etwa 100 Feuerwehrleute ändere sich dagegen nichts. "Die anderen würden nur profitieren, wenn wir den Ausbildungsstand vergüten oder die Einsatzstunden, aber das wollen die Kameraden nicht", entgegnet Michael Karlshaus, Leiter des Rechts- und Ordnungsamts. Sie hätten dann das Gefühl, dass sie für ihre Arbeit bezahlt würden, die aber - so ihr ausdrücklicher Wunsch - Ehrenamt bleiben soll.

Also bleibt es für sie bei einem Förderbetrag von 15 bis 25 Euro pro Jahr, die als "Aufwendung zur Kameradschaftspflege" für jeden Feuerwehrmann gezahlt werden. Die monatlichen Aufwandsentschädigungen für das Leitungspersonal schwanken zwischen 30 Euro für den Leiter der Alters- und Ehrenabteilung und 100 Euro für den Stadtteilwehrleiter. Der Stadtwehrleiter bekommt 120 Euro.

Mit diesen Entschädigungen liege man immer noch unter dem, was in vergleichbaren Kommunen des Umlands gezahlt wird, sagt Ordnungsamtsleiter Karlshaus. So würde Coswig die Einsatzstunden vergüten. Davon wolle in Radebeul niemand etwas wissen, es gehe bei der Anpassung der Entschädigungen um eine Geste der Anerkennung für die geleistete Arbeit, argumentiert er.

"Ich freue mich, dass die Feuerwehrleute so genügsam sind", sagt Stadtrat Daniel Borowitzki (Linke). Und schlägt vor, die Entschädigungssatzung "in zwei, drei Jahren wieder anzufassen". Worauf Ordnungsamtsleiter Karlshaus erneut den Eifer der Stadträte zügeln muss: "Die Kameraden haben eine Anpassung alle fünf Jahre vorgeschlagen", sagte er. Insofern fand auch der Vorstoß von Stadtrat Tobias Plessing (Bürgerforum/Grüne) zur Einführung einer Feuerwehrabgabe keine Unterstützung. Im Gegenteil: "Die Bürger sind genug belastet mit Abgaben", entgegnete OB Bert Wendsche. Die Einführung einer weiteren sei "nicht zielführend".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.12.2014

Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr