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Radebeuler Stadtbibliothek startet ins digitale Zeitalter

„Onleihe“ Radebeuler Stadtbibliothek startet ins digitale Zeitalter

„Auch Bibliotheken können sich den digitalen Medien nicht verschließen“, sagt Carola Aschenbach, Leiterin der Radebeuler Stadtbibliotheken. Und weil das so ist, können in den Büchereien der Lößnitzstadt registrierte Leser ab sofort auch E-Books, also nicht gedruckte, sondern nur auf Bildschirmen lesbare Bücher, ausleihen.

Technisch geht es ein bisschen anders, aber das Prinzip demonstriert Stadtbibliothekarin Carola Aschenbach ziemlich gut: In der Stadtbibo Radebeul gibt es ab sofort auch E-Books zur Ausleihe.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. „Auch Bibliotheken können sich den digitalen Medien nicht verschließen“, sagt Carola Aschenbach, Leiterin der Radebeuler Stadtbibliotheken. Und weil das so ist, können in den Büchereien der Lößnitzstadt registrierte Leser ab sofort auch E-Books, also nicht gedruckte, sondern nur auf Bildschirmen lesbare Bücher, ausleihen. Onleihe heißt dieses neue Angebot, das über die städtische Internetseite www.radebeul.de verlinkt wird. Derzeit lässt sich unter rund 10 000 elektronischen Medien wählen, zu denen auch Hörbücher gehören. Sie alle werden über das Internet auf Lesegeräte wie das iPad, den Tolino der Buchhandelsgruppe Thalia oder den E-Reader des Radebeuler Unternehmens Pocket Book geladen. Nur der Kindle von Amazon sei derzeit nicht kompatibel, sagt Aschenbach.

Um Zugang zu diesem elektronischer Medien zu erhalten, ist Radebeul der Onleihe Oberlausitz beigetreten, einem Zusammenschluss von 14 zumeist in der Lausitz ansässigen Bibliotheken, die gemeinsam 30 000 Euro Jahresbudget für die Anschaffung neuer E-Bücher aufbringen und ihren Mitgliedern gleiche Nutzungsrechte einräumen. Die Onleihe Oberlausitz funktioniert also ähnlich wie der Verbund Liesa, dem etwa die Stadtbücherei Coswig angehört. Allerdings existiert der Oberlausitzer Bibliothekenzusammenschluss erst seit drei Jahren, ist also etwas jünger. Immerhin das Alter der Kinderkrankheiten habe das Angebot aber hinter sich, meint Aschenbach.

2015 hatten rund 4500 Onleihe-Nutzer etwa 55 000 Medien entliehen. Das sei doch eine beachtliche Zahl, meint Bibliothekarin Aschenbach. Im Vergleich zum derzeitigen Hauptgeschäft fallen sie jedoch gering aus. So verfügen allein die beiden Stadtbibliotheken in Radebeul-Ost und -West über knapp 55 000 Medien. Außerdem wurden 2015 an beiden Standorten reichlich 60 000 Besucher und rund 190 500 Entleihungen registriert. Aschenbach geht davon aus, dass sich die Zahl virtueller Bibliotheksbesuche bei der Onleihe in den nächsten Jahren jedoch stark vergrößern wird, zumal der Bestand an E-Books stetig wachsen soll.

Von der E-Book-Strategie der Stadtbibliothek haben im Übrigen alle Leser etwas. Voraussetzung für einen Beitritt bei der Onleihe Oberlausitz war ein funktionierender Web-Opac, den es in Radebeul zuvor noch nicht gab. Nun sind alle in der Bibliothek vorhandenen Medien auch im Internet einsehbar. Wer also weniger stöbern, sondern gezielt im Katalog recherchieren will, kann das nach einmaliger Freischaltung in der Bibliotheksfiliale zu Hause tun und sich den Gang in die Bücherei sparen. Auch das eigene Leserkonto lässt sich inzwischen über das Internet verwalten, also zum Beispiel eine Ausleihe verlängern. Die Bilbiotheksbenutzung wird also für alle bequemer.

Bei der Ausleihe herkömmlicher Medien wie Bücher und Cds und ihrer elektronischen Pendants gelten unterschiedliche Bedingungen. So kann ein E-Book nur zwei Wochen entliehen werden. Nach Ablauf der Frist verschwindet es gewissermaßen vom Lesegerät, so dass die Rückgabe nicht vergessen werden kann. Ein gewöhnliches Buch kann dagegen für vier Wochen aus der Stadtbibliothek entliehen und noch bis zu fünf Mal verlängert werden, wenn es nicht vorbestellt ist. Die kürzeren Rückgabefristen und die Beschränkung der Ausleihe auf sechs Medien liegen vor allem im derzeit noch schmalen Katalog an E-Medien begründet.

Immerhin soll anderswo die Unterscheidung zwischen Onleihe und herkömmlichen Bestand verschwimmen. So ist es geplant, die E-Medien künftig im Web-Opac unter besonderer Kennzeichnung aufzuführen. Dann wird es noch einfacher.

Von Uwe Hofmann

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