Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 18 ° Gewitter

Navigation:
Google+
Radebeuler Spitzhaustreppenlauf soll mit neuem Konzept fortgeführt werden

Radebeuler Spitzhaustreppenlauf soll mit neuem Konzept fortgeführt werden

Es ist eine einfache Frage: "Gibt es im nächsten Jahr wieder einen Marathon-Treppenlauf auf der Spitzhaustreppe?", fragt Grünen-Stadträtin Eva Oehmichen.

Radebeul.

Die Antwort fällt ungleich komplizierter aus. Man sei in Verhandlungen, sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Es gehe um neue Konzepte, die besprochen werden müssten. Klar ist: Der Begründer und langjährige Organisator des Extremlaufs, Christian Hunn, will sich zurückziehen.

"Klar wollen wir, dass es einen neuen Mt.-Everest-Treppen-Marathon geben wird", antwortet dieser auf DNN-Anfrage. Sichtlich gerührt hatte er noch Mitte April nach der erfolgreichen zehnten Auflage des Laufspektakels eine Dankesurkunde von OB Wendsche präsentiert. Schon damals gab es Gerüchte, dass er aufhören wolle, die Hunn alle abgebügelt hatte. Auch jetzt sagt er: "Es geht doch nicht um die Frage, ob Christian Hunn oder nicht, es müssen neue Konzepte für den Lauf diskutiert werden."

Es geht dabei wohl vor allem um die Finanzierungsfrage. Laut OB Wendsche hat neben den Sponsoren auch "der Veranstalter" etwas zum Laufspektakel beigetragen. Offenbar wird nun darüber diskutiert, ob und in welcher Form die Stadt in die Bresche springen kann. Jedenfalls sind für Anfang Juni Gespräche geplant, an denen auch die Stadt beteiligt sein soll, wie Hunn und Wendsche bestätigen.

Gründe für eine eventuelle Förderung aus der Stadtkasse gibt es genug. Nur mit einer fixen Idee und jeder Menge Organisationstalent hat Christian Hunn eine Veranstaltung geschaffen, die seit Jahren Läufer aus aller Herren Länder in die Lößnitzstadt lockt. Inzwischen können Teilnehmer Punkte für den Weltcup und die Deutsche Meisterschaft der Treppenläufer erringen. Als Freiluftveranstaltung ist der Spitzhaustreppenlauf unter den dortigen Rennstrecken, die zumeist Treppenhäuser von Wolkenkratzern sind, zwar ein Exot. Das bedeutet aber auch nichts anderes, als dass sich die jeweiligen Wettbewerbsorganisationen dem Sog der Treppe nicht entziehen können. Entsprechend groß ist auch das Medieninteresse und der Zuspruch des Publikums am Rand der Laufstrecke. Mit anderen Worten: allerbeste Tourismuswerbung für Radebeul.

Möglich, dass das Thema zukünftig im Stadtrat auf die Tagesordnung muss, wie Hunn andeutet. All zu viel Zeit dafür bleibt aber nicht. Anfang September werden üblicherweise die ersten Namen auf die Starterliste getragen. "Die Läufer brauchen einfach Gewissheit, sie müssen sich ein halbes oder Dreiviertel-Jahr auf den Wettbewerb vorbereiten", sagt Hunn. Die 11. Ausgabe des Extremlaufs, bei dem gleichzeitig so viele Höhenmeter wie bei einer Mount-Everest-Besteigung zurückgelegt und die doppelte Marathon-Distanz absolviert werden, ist auf den 18. und 19. April 2015 datiert. "Wir wollen das auch ins elfte Jahr führen", sendet OB Wendsche positive Signale. Er betont aber auch, dass der Lauf "private Veranstaltung" bleiben soll. Bedeutet: Mit mehr als einer Unterstützung brauchen die neuen Organisatoren nicht zu rechnen, eine städtische Veranstaltung werde keinesfalls daraus. Bleibt die Frage, wer die Neuen sind. Das Gerücht, dass Hunns Sohn Tobias das Ruder übernimmt, ist offenbar falsch. "Wie soll er das denn machen, er lebt doch in München", sagt Hunn. Es sei schon mehr als genug, dass er alljährlich Urlaub genommen habe, um seinen Vater durch seine Tätigkeit beim Technischen Hilfswerk und sein Fremdsprachentalent zu unterstützen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.05.2014

Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

20.07.2017 - 11:26 Uhr

Den Gastgebern ging im Spielverlauf allmählich die Konzentration aus. (mit Fotos)

mehr