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Radebeuler Spitzhaustreppenlauf behält neuen, extremeren Modus bei

Startschuss am 16. April Radebeuler Spitzhaustreppenlauf behält neuen, extremeren Modus bei

„Wer beim Mt.-Everest-Treppenmarathon mitmacht, der sucht das Extreme“, sagt Ulf Kühne. Und weil das so ist, behält der Organisator für das Rennen am nächsten Wochenende den im vorigen Jahr gefundenen Modus bei, nach dem beim Spitzhaustreppenlauf gewinnt, der innerhalb von 24 Stunden die meisten Runden auf der Strecke schafft.

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Die Zeiten, als Ulf Kühne selbst über die Spitzhaustreppe sprintete, sind vorbei. Als Cheforganisator des Laufspektakels habe man dafür einfach keine Zeit, sagt er. Nächstes Wochenende gehen wieder knapp 70 Extremläufer über die volle Distanz.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. „Wer beim Mt.-Everest-Treppenmarathon mitmacht, der sucht das Extreme“, sagt Ulf Kühne. Und weil das so ist, behält der Organisator für das Rennen am nächsten Wochenende den im vorigen Jahr gefundenen Modus bei, nach dem beim umgangssprachlich als Spitzhaustreppenlauf bekannten Wettbewerb der gewinnt, der innerhalb von 24 Stunden die meisten Runden auf der hübsch zwischen Weinbergen gelegenen Strecke schafft. Ex-Veranstalter Christian Hunn hatte sich das Spektakel mit dem sperrigen Namen 2005 vor allem wegen der besonderen Maße der Treppe ausgedacht. 100 Runden treppab und treppauf – so hatte er nach genauer Messung herausgefunden – entsprechen genau einer Mt.-Everest-Besteigung samt Abstieg, wobei noch dazu die doppelte Marathon-Strecke absolviert wird. Das ist extrem.

Im vorigen Jahr ging es unter der neuen Führung von Kühne, der selbst mehrmals Podestplätze auf der Treppe erlaufen hat, noch extremer zu. Der Münchner Andi Allwang schafft 156 Runden innerhalb der Tagesfrist, dazu ließ Antje Müller mit 115 Runden den Streckenrekord bei den Frauen purzeln. Außerdem kamen, offenbar angestachelt von den Spitzenläufern, mit 37 Männern und sechs Frauen so viele Athleten wie noch nie auf oder über 100 Runden. Gunter Lanzsch, der älteste von ihnen, zählte damals übrigens 70 Lenze. Es war die Krönung eines unruhigen Jahres, in dem die Zukunft des Extremlaufs durchaus auf der Kippe stand, nachdem Hunn seinen Abschied bekannt gegeben hatte.

Nun geht es offenbar an die Stabilisierung des im Vorjahr Erreichten. Das bedeutet einerseits, dass man auf weitere Neuerungen im Reglement verzichtet hat. Zumal vom aktuellen Format vor allem die Zuschauer profitieren sollen. Hatten die Spitzenläufer zuvor doch nach dem Start am Sonnabend, 16 Uhr, doch zumeist in den frühen Morgenstunden des Sonntags ihr Pensum von 100 Runden geschafft, während die meisten Radebeuler noch friedlich in ihren Betten schlummerten. Jetzt ist es bis zum Schluss spannend, was auch die kurz nach dem Zieleinlauf am Sonntag, 16 Uhr, geplante Siegerehrung aufwertet. „Es sind dann einfach mehr Zuschauer an der Strecke“, sagt Kühne.

Andererseits bleibt es beim bisherigen Finanzierungsmodell. Sponsoren und die Stadt mit einem Betrag im mittleren vierstelligen Bereich sind neben den Startgeldern wesentliche Einnahmequelle. Um sich etwas unabhängiger von den Spendengebern zu machen, denkt Kühne darüber nach, die Sponsorenstaffeln „11 Freunde“ in einen Firmenlauf umzuwidmen. Noch ist das aber nur eine Idee.

56 Männer und zehn Frauen haben sich als Einzelläufer angemeldet, dazu gibt es 22 Dreierseilschaften – so viele wie noch nie - und sieben Touristen-Gruppen, bei denen 50 Läufer an den Start gehen. Zum ersten Mal ist kein Läufer dabei, der an allen bisherigen Rennen teilgenommen hat. Bei den Männern fehlen zudem die drei Erstplatzierten des vergangenen Jahres. „Der Andi kommt erst wieder, wenn jemand seine Rekorde eingestellt hat“, gibt Kühne Einblick in die Läufermentalität. Dafür sind einige bekannte Lokalmatadoren am Start, Herbert Hoffmann etwa, Olaf Baars und Frank Wittwer. Mit Marco Summermatter kehrt ein Schweizer Läufer zurück, der 2010 und 2011 bereits über 100 Runden siegte. Der ebenfalls gemeldete Petru Muntenasu sei laut Kühne ein guter Bergläufer, der schon einige Erfolge vorzuweisen habe, dazu sei auf den Österreicher Norbert Lüftenegger zu achten, der in unter den Triathleten der Ironman-Klasse einen guten Namen habe. Weitere Läufer kommen aus ganz Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Australien und Großbritannien.

Spektakel und Anekdoten gehören zum Treppenlauf dazu und fehlen auch in diesem Jahr nicht. So gibt es zwar diesmal keine große Feuerwehrstaffel, die den im vorigen Jahr aufgestellten Rekord von 117 Runden unter Vollatemschutz angreifen wird. Aber bei den „11 Freunden“ beteiligt sich ab Sonntag, 14 Uhr, Kameraden der Feuerwehr Großenhain, die mit Atemschutz und in voller Klamotte an den Start gehen wollen. Außerdem hat sich neben regionalen Medien ein Fernsehteam aus Köln angekündigt. Was genau sie drehen wollen, darf Kühne zwar nicht verraten, aber immerhin steht der Treppe eine bundesweite Ausstrahlung über einen der großen Privatsender ins Haus. Unter den weiblichen Teilnehmern macht die Essenerin Mel Wölky auf ihre Unterstützung für ein Tierheim in Rumänien aufmerksam. Sie sucht für ihren Lauf noch Sponsoren.

Sa., 16. April, 16 Uhr am Bismarckturm: Start; So., 17. April, 16 Uhr: Zieleinlauf, 16.30 Uhr: Siegerehrung; Internet: www.treppenmarathon.de

Von Uwe Hofmann

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