Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Google+
Radebeuler Hofwirtschaft setzt auf Solidarität und Bodenerhaltung

Bio-Gemüse für jeden Geldbeutel Radebeuler Hofwirtschaft setzt auf Solidarität und Bodenerhaltung

Am Ufer der Elbe in Radebeul liegt ein kleines, aber besonderes Fleckchen Land. Zu jeder Jahreszeit wachsen hier eine Vielzahl unterschiedlicher Gemüsesorten und Kräuter: Schwarzwurzel, Pastinaken, Knollenfenchel, Winterrettich, Zuckermais....

Voriger Artikel
Schöne Fische und gefährliche Fische in Freital
Nächster Artikel
"Raue Furt" in Diera-Zehren vor dem Aus

Das deinHof-Mitglied Christa Ilse erntet Mangold zusammen mit den Gärtnerinnen Stefanie Wenzbauer und Lisa Ennen (v.l.), egal wie verregnet und kalt ein Tag ist.

Quelle: Katrin Richter

Radebeul. Am Ufer der Elbe in Radebeul liegt ein kleines, aber besonderes Fleckchen Land. Zu jeder Jahreszeit wachsen hier eine Vielzahl unterschiedlicher Gemüsesorten und Kräuter: Schwarzwurzel, Pastinaken, Knollenfenchel, Winterrettich, Zuckermais, und vieles mehr. Circa 300 Leute decken, zum Teil sogar ausschließlich, ihren Gemüsebedarf durch die Erträge des 1,7 Hektar großen Ackers. Jeder beteiligt sich dabei so viel, wie er kann und möchte.

Die gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft "deinHof - Solidarische Gemüsekoop Dresden" beschäftigt mittlerweile vier Gärtner. Sie kümmern sich um die Planung, Aussaat, Pflege und die Ernte von mehr als 40 verschiedenen Gemüsesorten und Kräuterarten.

Die geernteten Feldfrüchte können wöchentlich an verschieden Verteilerstationen in ganz Dresden abgeholt werden. Durch die Stationen werden Kosten eingespart, da durch den direkten Zugang zum Endverbraucher die Zwischenhändler entfallen. Weil die Gemeinschaft für sich selbst wirtschaftet gibt es auch keine Kosten für Werbung. Dadurch werden den Gärtnern faire Löhne gezahlt.

Ein Kerngedanke des Projekts ist, diese anstelle des Produkts zu bezahlen. Weil die kleine Landwirtschaft von ihren Mitgliedern getragen wird, können die Gärtner ökologischen Anbau betreiben, ohne sich finanziellen Aspekten unterordnen zu müssen.

Jedes Mitglied muss vorher 200 Euro für einen Ernteanteil hinterlegen, um die Investitionskosten zu decken. Niemand wird wegen seiner finanziellen Situation ausgeschlossen. Falls jemand die Kosten nicht auf einmal aufbringen kann, besteht die Möglichkeit, ein zinsloses Darlehen für diesen Betrag zu bekommen. Monatlich muss zusätzlich ein Beitrag von durchschnittlich 75 Euro pro Ernteanteil bezahlt werden. Jeder wählt die Höhe seines Beitrags selbst, nach dem Motto: Jeder gibt soviel wie er kann und soviel ihm die Lebensmittel wert sind.

Neben dem Feldfruchtanbau werden auch Biotope in Form von Hecken und Blühstreifen angelegt. Für die Gärtner steht das Arbeiten mit der Natur im Vordergrund, damit der Ackerboden erhalten bleibt. Durch Gründüngung wird gänzlich auf synthetische Düngemittel oder Pestizide verzichtet.

von Paul Felix Michaelis

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr