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Radebeuler Glasinvest-Ruine weicht Millionenprojekt

Neue Wohn- und Geschäftshäuser Radebeuler Glasinvest-Ruine weicht Millionenprojekt

Die Tage des Glasinvest-Gebäudes sind gezählt. Eine Gruppe von drei Investoren hat das knapp 12.000 Quadratmeter große Areal in Radebeul-Ost gekauft. Für 40 Millionen Euro sollen Wohn- und Geschäftshäuser entstehen.

1955 stand auf dem Gelände noch ein Bauernhof, 1978 wurde das Bürogebäude des VEB Glasinvest errichtet. Seit 2006 steht es ungenutzt da.

Quelle: U. Hofmann

Radebeul. Die Tage des Glasinvest-Gebäudes sind gezählt. Eine Gruppe von drei Investoren, der Sächsischen Wohnimmobilien GmbH (SWG) und der Wohnungsgenossenschaft Lößnitz aus Radebeul sowie dem Bautzner Unternehmen Hentschke Bau GmbH, hat das knapp 12.000 Quadratmeter große Areal am Kopf der Einkaufsmeile Hauptstraße in Radebeul-Ost vor drei Wochen von der TLG Immobilien GmbH gekauft. Am Dienstag stellten die drei erstmals ihre Pläne hinter verschlossenen Türen im Stadtentwicklungsausschuss vor. Demnach wird das seit 2006 leer stehende Gebäude vermutlich im Sommer nächsten Jahres abgerissen, um Platz für Neubauten zu schaffen. "Wir beginnen damit aber erst, wenn absehbar ist, dass wir Baurecht bekommen", sagt SWG-Chef Peter Heil.

Er hat zusammen mit Volker Böhme, Projektleiter bei der Hentschke Bau GmbH, einen ziemlich engen Zeitplan gestrickt, nach dem das lange brach liegende Gebiet in bester Innenstadtlage entwickelt werden soll. Demnach sollen zwei viergeschossige Gebäudeblöcke im vorderen Grundstücksteil an der Meißner Straße entstehen, von denen die Hentschke Bau GmbH in einem 27 Wohnungen für betreutes Wohnen und im anderen ein Pflegeheim mit 80 bis 90 Plätzen einrichten will. In den Erdgeschossen beider Gebäude sind insgesamt rund 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche vorgesehen. Derzeit finden sowohl mit möglichen Betreibern der Wohnanlagen als auch mit Händlern Interessentengespräche statt, sagt Projektleiter Böhme. Klar ist aber schon, dass die Ansiedlung eines Discounters - lange Zeit von der TLG angestrebt - wegen der geringen Größe zur Verfügung stehender Flächen ausgeschlossen ist. Dagegen versucht man, Gastronomen oder Bäcker für den Erdgeschossbereich zu gewinnen, wo die Gebäude so angeordnet sind, dass zur Meißner Straße hin ein kleiner Platz entsteht, der sich für Freisitze eignet. Hinter den Hentschke-Bau-Gebäuden und damit abseits vom Lärm der Meißner Straße plant die SWG die Errichtung von sechs Dreigeschossern, in denen 60 Eigentumswohnungen eingerichtet werden sollen. Mit ähnlichen Projekten hat SWG-Chef Heil an der Schlegelstraße im Dichterviertel gute Erfahrungen gemacht. Die Wohnungen werden barrierearm sein, also über Fahrstühle verfügen und keine Schwellen aufweisen. Mit der Vermarktung will man im Frühjahr 2016 beginnen, dann können Erwerber auch noch mit ihren Vorstellungen die konkreten Planungen beeinflussen. Die Gebäude will die SWG ebenfalls von Hentschke Bau errichten lassen, so dass beide Projekte in einem Guss gebaut werden können. Die Fertigstellung ist im Herbst 2018 geplant. Das Investitionsvolumen beziffern beide mit etwa 30 Millionen Euro.

Auf weitere zehn Millionen Euro wird das Projekt der Wohnungsgenossenschaft geschätzt, die in einem Viergeschosser an der Ecke Meißner Straße/Freiliggrathstraße altersgerechte Wohnungen einrichten will. Diese werden vermutlich zwei Jahre später als die anderen Bauten fertig, da sich die Genossenschaft derzeit auf andere Investitionsprojekte im Stadtgebiet konzentriert. Was alle drei verbindet, ist die Tiefgarage unter den Grundstücken, wo sämtliche Stellplätze eingerichtet werden sollen. Die Genossenschaftswohnungen erhalten allerdings eine eigene Ein- und Ausfahrt über die Freiliggrathstraße, alle anderen - auch die Geschäftskunden - werden über die Hauptstraße ein und die Freiliggrathstraße ausfahren.

Das Projekt folgt fast gänzlich einem jüngst vom Stadtrat verabschiedeten Bebauungsplan, weshalb kontroverse Diskussionen im Stadtrat eigentlich nicht mehr zu erwarten sind. Über die Fassadengestaltung an der Meißner Straße, das hat man bereits vereinbart, wird eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Investoren, Stadtverwaltung und Fachleuten beraten.

Uwe Hofmann

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