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Radebeuler Autobahnzubringer bleibt umstritten

Radebeuler Autobahnzubringer bleibt umstritten

Dresden will nicht so recht, Radebeul beharrt auf seinen Forderungen und zahlreiche Anwohner auf beiden Seiten der Autobahn A 4 schieben jede Menge Frust.

Dresden/Radebeul. Von Stephan Klingbeil

Sie fürchten Lärm, Dreck, aber auch den Verlust ihrer Gärten. Der Autobahnzubringer, der zwischen den Dresdner Anschlussstellen "Neustadt" und "Wilder Mann" gebaut werden soll, erregt weiterhin die Gemüter. Bei einer Einwohnerversammlung gestern Abend in der vollen Siebscheibenhalle der Stadtentwässerung Dresden wurde das deutlich.

Rund 180 Gäste nutzten die Gelegenheit und nahmen an dem Treffen mit Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz, Baubürgermeister Jörn Marx (beide CDU) und weiteren Rathausvertretern teil, um sich über den Planungsstand für das umstrittene Verkehrsprojekt an der Grenze beider Städte zu informieren. Auf Initiative der SPD-Fraktion hatte Dresdens Stadtrat im Juli entschieden, dass diese Versammlung bis Ende November durchgeführt werden soll.

Feste Zusagen blieben jedoch aus, dafür konnten Einwohner ihre Ideen äußern. Zunächst überließ es Orosz aber Matthias Mohaupt von der städtischen Verkehrsentwicklungsplanung, über die Varianten für den Autobahnzubringer zu informieren, die den Schwerlastverkehr von und zu den Gewerbegebieten in Radebeul-Ost aus den engen Straßen in Serkowitz und Radebeul heraushalten sollen. Auf Wunsch Radebeuls seien seit 2003 mehrmals Pläne für mögliche Routen aufgegriffen und überarbeitet worden, betonte Mohaupt. Laut Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) sind die gemeinsamen Untersuchungen zu je 50 Prozent von den beiden Städten finanziert worden.

Bei der Analyse haben die Planer 14 Streckenvarianten genau unter die Lupe genommen. Nach Auswertung der jüngsten Ergebnisse aus diesem Jahr haben sich drei "bevorzugte Varianten" für die Trasse herauskristallisiert. Diese würden Kriterien wie Kosten, Lage, Betroffene, Verkehrsfluss und Naturschutz am besten erfüllen.

Die erste Variante "Alter Bahndamm" verbindet westlich der A 4 Rankestraße und Kötzschenbrodaer Straße. Die Route führt entlang der alten Anschlussbahngleise des VEB TuR Dresden, kostet über 2,6 Millionen Euro, Wohnhäuser wären nicht betroffen. 15 Kleingärten müssten wohl weichen. Die zweite Variante "Elbepark-Tangente" soll 1,2 Millionen Euro und zehn Gärten kosten. Die mit 450 Metern fast halb so lange Trasse lärme aber mehr, meinen die Verkehrsplaner.

Die dritte Variante verzichtet schließlich auf einen Neubau. Hier sollen die Autos über Peschel-, Ranke-, Emilien- und Forststraße von Meißner Straße zur A 4 rollen. Die Straße würde verbreitert und den Erfordernissen angepasst. Diese Variante würde laut Prognosen für den Verkehr 2025 ausreichen. Eine neue Trasse kann aus Dresdner Sicht nicht abgeleitet und begründet werden. Das bedeute nicht, dass die Pläne ad acta gelegt seien, da das Vorhaben aus Sicht von Radebeul sinnvoll wäre.

"Wir werden wir uns keiner machbaren Variante verschließen", sagt Wendsche. Aber für die westlich der A 4 gelegene Route, die als verlängerte Emilienstraße die Kleingartenanlage queren würde, gelte dies nicht. Diese Strecke sei zwar "die optimale Lösung". Jedoch ist sie laut Wendsche sie nicht zu realisieren, weil sie viele Probleme nach sich zöge: "Sie wurde vor Jahren aufgegeben." Aus Gründen des Artenschutzes und der Friedhofsruhe sei laut Stadt Dresden die Variante durch die Dresdner Heide auch nicht umzusetzen. Viele Einwohner hatten sich gestern aber genau für diese Route ausgesprochen. Vergeblich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.11.2012

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