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Radebeul will Jugendherberge erwerben - Landkreis stimmt Verkauf für 280000 Euro zu

Radebeul will Jugendherberge erwerben - Landkreis stimmt Verkauf für 280000 Euro zu

Die Lößnitzstadt will die Jugendherberge Radebeul kaufen. Ein entsprechender Beschluss des Stadtrats steht zwar noch aus, der Verwaltungsausschuss des Landkreises Meißen, dem das Gelände bisher gehört, hat einem Verkauf aber schon zugestimmt.

Der Verkehrswert des etwa 10 800 Quadratmeter großen Grundstücks wird mit 280 000 Euro angegeben.

Laut Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) gibt es mehrere Gründe, die für den Kauf sprechen. Allen voran gelte es, den S-Bahn-Haltepunkt Weintraube aufzuhübschen. Bisher fehlt dafür der Raum, mit dem Kauf des unmittelbar angrenzenden Jugendherbergs-Grundstücks ändert sich das. Wendsche schwebt ein "richtiger Bahnhofsvorplatz" vor, der nicht nur der Jugendherberge, sondern auch den städtischen Sportanlagen in Radebeul-Mitte, also Lößnitzstadtion, Schwimmhalle und Freizeitzentrum Krokofit Auftrieb geben soll. Auch sind Fahrradstellanlagen geplant. Die Stadt setzt damit ihren Ansatz im kleinen Maßstab fort, die Entwicklung einzelner Stadtteile von den Bahnhöfen aus zu denken. In Radebeul-Ost ist ein entsprechendes Sanierungsprojekt fast abgeschlossen, in Radebeul-West soll es in den nächsten Jahren angeschoben werden.

In einem Zug mit der Bahnhofsgestaltung in Radebeul-Mitte will man im Rathaus die Anbindung der Richard-Wagner-Straße an die Weintraubenstraße überarbeiten. Die Straße, die als Zufahrt zum Freizeitzentrum Krokofit dient, stößt unmittelbar an der Straßenunterführung unter der S-Bahn-Strecke auf die Weintraubenstraße, ist deswegen für Autofahrer nur schlecht einzusehen.

Diese Umbauten will man im Rathaus gemeinsam mit dem sächsischen Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH) in Angriff nehmen. Dort existieren schon länger Pläne, die Radebeuler Jugendherberge zu einer Motto-Unterkunft umzubauen. Derzeit profitiert die Einrichtung vor allem von ihrer Nähe zum Elberadweg, dem Karl-May-Museum und der S-Bahn-Linie als Verbindung nach Meißen und in die Sächsische Schweiz. Künftig soll sie als Zirkus-Herberge in der Tradition Sarrasanis um Besucher werben. Dieses Konzept hat der DJH-Landesverband zumindest vor Jahren entwickelt, aber bisher nicht aus der Schublade gezogen. Die Aufwertung des kompletten Umfeldes könnte ein Anlass dafür sein, dass auch in der Jugendherberge selbst etwas passiere, gibt sich der OB optimistisch.

Eine ganz andere Diskussion wäre mit dem Kauf ebenfalls vom Tisch. Ende 2013 machte das Landratsamt damit Schlagzeilen, dass es laut über die Unterbringung von Asylbewerbern in der Herberge mit 21 Zimmern und 79 Betten nachdachte. Wendsche sprach sich vehement dagegen aus, was ihn zur Zielscheibe heftiger Angriffe aus dem linken Lager machte. Kommt die Immobilie in städtische Hand, kann der Landkreis nicht mehr so einfach über sie verfügen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 28.08.2014

Uwe Hofmann

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