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Radebeul will Bewegung in den Lkw-Trassenbau bringen

Radebeul will Bewegung in den Lkw-Trassenbau bringen

In der Auseinandersetzung um eine Lkw-Trasse von der Autobahn-Abfahrt Dresden-Neustadt auf die Meißner Straße in Radebeul-Ost will die Lößnitzstadt in Vorleistung gehen.

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Mit einer ausgeschilderten Trasse sollen Lkws aus engen Radebeuler Straße wie hier der Waldstraße herausgehalten werden.

Quelle: Martin Förster

Schon seit Langem diskutieren Radebeul und Dresden über den Verlauf mögliche Trassenverläufe - bisher ohne Ergebnis. Radebeul favorisiert den Bau einer neuen Straße, der von der Nachbarstadt jedoch rundweg abgelehnt wird, weil dafür Kleingärtner auf Dresdner Flur weichen müssten.

Also will man in Radebeul nun alles für die Ertüchtigung des einzigen bestehenden Straßenzugs tun, der zur Lkw-Route ausgebaut werden könnte. Diese Strecke führt am Elbepark vorbei über die Peschelstraße und die Rankestraße nach Radebeul, wo Emilienstraße und Forststraße die Lkws auf die Meißner Straße führen sollen. In einem erfolgreich von der CDU-Stadtratsfraktion eingebrachten Antrag wird nun die Verwaltung aufgefordert, 2015 drei für die Lkw-Trasse wichtige Bauvorhaben anzuschieben: So sollen die Emilienstraße und die Forststraße ausgebaut und die Kreuzung der Meißner Straße mit der Forststraße saniert werden. Damit würde Radebeul alles aus dem Weg räumen, was einer Lkw-Vorzugsroute zwischen der Autobahn und Radebeul-Ost auf eigener Flur im Weg stünde. Das sei ein "Zeichen an die Stadt Dresden", sagt CDU-Stadtrat Gunter Jahn. Die Hoffnung ist, dass man das Signal dort richtig interpretiert.

Denn ohne eine gehörige Portion "nachbarschaftliche Gesinnung", wie es Grünen-Stadträtin Gabriele Schirmer formuliert, wird es nicht gehen. Auf Dresdner Stadtgebiet hindert insbesondere eine tief hängende alte Lorenbrücke den Lkw-Verkehr. Außerdem müsste die sehr enge Kreuzung Rankestraße/Peschelstraße umgebaut werden. Gerade dieser Bereich wird im Radebeuler Rathaus als das stärkste Argument für einen Neubautrasse angesehen, weil man den Umbau zu einer Lkw-tauglichen Querung für schlicht unmöglich hält. Da eine neue Straße aber ebenfalls den Verkehr auf die Forststraße, vielleicht auch auf die Emilienstraße führen würde, sieht die Verwaltung den Ausbau der Strecken in jedem Fall als notwendig an. Sind alle Aufgaben auf Radebeuler Flur erledigt, müsste Dresden sich nur noch dafür entscheiden, das seine zu tun - egal auf welche Route das am Ende hinausläuft, lautet das Kalkül.

Allerdings sei es "nach wie vor so, dass das in Dresden niemanden interessiert", wie SPD-Fraktionschef Thomas Gey sagt. Tatsächlich fehlen Radebeul die Mittel, Druck auf die Nachbarstadt auszuüben. Linke-Stadtradt Christian Fischer empfiehlt daher einen anderen Weg. "Wir sollten uns mit den Fraktionen in Dresden in Verbindung setzen, um auf diesem Weg etwas zu erreichen", sagt er. Dabei zeigen dieselben Parteien jenseits und diesseits der Stadtgrenzen sehr unterschiedliche Gesichter. Fordert die Radebeuler CDU die Lkw-Trasse so schnell es geht, gehört dieselbe Partei in Dresden zu den stärksten Bremsern. "Dort geht es ja auch um Wählerstimmen in Dresden", sagt Stadträtin Schirmer.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.04.2014

uh

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