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Radebeul sucht Integrationsassistenten für Stadtbewohner mit ausländischem Pass

Flüchtlingskoordinatoren hören auf Radebeul sucht Integrationsassistenten für Stadtbewohner mit ausländischem Pass

Aus zwei Flüchtlingskoordinatoren macht Radebeul ab dem Frühjahr einen Integrationsassistenten. „Es ist die logische Fortsetzung des Konzepts“, meint Stadtrat Sven Eppinger (CDU) stellvertretend für seine Stadtratskollegen, die die neue halbe Stelle einstimmig abnickten.

Die Integrationsassistenz ist nicht nur für Flüchtlinge gedacht, sondern für alle Ausländer mit einem Radebeuler Wohnsitz.

Quelle: dpa

Radebeul.  Aus zwei Flüchtlingskoordinatoren macht Radebeul ab dem Frühjahr einen Integrationsassistenten. „Es ist die logische Fortsetzung des Konzepts“, meint Stadtrat Sven Eppinger (CDU) stellvertretend für seine Stadtratskollegen, die die neue halbe Stelle einstimmig abnickten. Dabei ist eigentlich nur das Ende der Koordinatorenstellen mehr oder minder zwangsläufig.

Das hat zum einem mit den „deutlich gesunkenen Flüchtlingszahlen“ zu tun, die Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) konstatiert. Zum anderen hat der Landkreis Meißen inzwischen sein Ausländeramt zum Funktionieren gebracht und beschäftigt dort selbst einen Flüchtlingskoordinator, der die Aufgabe in Radebeul nahtlos übernehmen kann. Hinzu kommen persönliche Gründe: So befindet sich Noemi Driemel, eine der beiden Flüchtlingskoordinatoren in Mutterschutz, der andere, Nagy Hussein, wird aller Voraussicht nach ab März als Übersetzer ins Landratsamt wechseln. „Bis dahin wollen wir die Assistenz besetzt haben“, sagt Wendsche.

Die ist nicht nur für Flüchtlinge gedacht, sondern für alle Ausländer mit einem Radebeuler Wohnsitz. Das sind knapp 780 Personen, davon nur ein paar dutzend Asylbewerber. Alle neu Hinzugezogenen hätten anfangs mit den gleichen Problemen zu kämpfen, begründet der OB. Sie bräuchten jemanden, der ihnen sagt, wie sie was wo erledigen könnten.

In der Praxis soll der Assistent immer dann benachrichtigt werden, wenn ein Ausländer sich in Radebeul anmeldet. Der Betreffende erhält dann eine Mappe mit Erläuterungen zu Stadt und Land und das Versprechen, dass innerhalb des nächsten Monats Kontakt zum Assistenten hergestellt wird. „Wer bei Globalfoundries arbeitet, wird das Angebot sicher weniger oft wahrnehmen als ein Flüchtling, aber zunächst geht es an alle“, sagt Wendsche. Auch Zuzügler aus Baden-Württemberg oder Bayern dürften den Assistenten bemühen, wenn sie anfangs „mit unserer sächsischen Lebensweise fremdeln“, wie der OB sagt.

Bezahlt wird das aus der Stadtkasse. Man habe gehofft, dass sich der Landkreis engagiert, dessen Konzept greife aber zu kurz, sagt Wendsche. Wenn, wie beantragt, Fördermittel des Bundes fließen, will man aus der Assistenz eine ganze Stelle machen.

Von Uwe Hofmann

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