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Radebeul spart 185.000 Euro bei Brückensanierung

„An der Jägermühle“ Radebeul spart 185.000 Euro bei Brückensanierung

Der Ersatzneubau der Brücke und Stützmauer „An der Jägermühle“ wird billiger als gedacht. Radebeul hat die Hochwasserschadensbeseitigung für rund 800 500 Euro an die Meißner Firma Swietelsky Baugesellschaft mbH vergeben. Das sind rund 185 000 Euro weniger als zuvor geschätzt.

Radebeul. Der Ersatzneubau der Brücke und Stützmauer „An der Jägermühle“ wird billiger als gedacht. Radebeul hat die Hochwasserschadensbeseitigung für rund 800 500 Euro an die Meißner Firma Swietelsky Baugesellschaft mbH vergeben. Das sind rund 185 000 Euro weniger als zuvor geschätzt, standen doch 984 100 Euro im Fördermittelbescheid, den Radebeul im Februar aus dem Fluthilfetopf des Freistaats erhalten hat. Die Ersparnis muss nicht zurückgezahlt werden, darf aber auch nicht im allgemeinen Haushalt aufgelöst werden. Sie dient viel mehr dazu, Verteuerungen bei anderen Hochwasserschadensbeseitigungen auszugleichen, die im Wiederaufbauplan nach der Juniflut 2013 aufgeführt sind.

„Es hat lange gedauert, bis das in Gang gekommen ist“, sagt Stadtrat Andreas Kruschel (Freie Wähler) zu der Vergabe. Schließlich hatten die Sachverständigen nach der Schadensaufnahme sowohl die Standsicherheit von Stützmauer und Brückenkonstruktion, als auch die Verkehrssicherheit angezweifelt. Die durch die Hochwasserereignisse in Mitleidenschaft gezogene Brücke wurde 1890 als Gewölbebrücke aus Sandstein errichtet. 1935 wurde auf der oberstromigen Seite ein Gewölbeteil aus Beton angefügt, der die Brücke auf ihr jetziges Maß verbreitert hat.

Während der Flut im Sommer 2013 wurden auf einer Länge von rund 160 Metern die Stützmauer entlang des Lößnitzbaches und der Straße „An der Jägermühle“ sowie die nahe Brücke an der Kreuzung Weinbergstraße/„An der Jägermühle“ stark beschädigt, als Sturz- und Wildwässer die Elbhänge hinab fluteten. Ausspülungen, Abrisse und Steinausschläge wurden nach dem Hochwasser als Schaden an den Freistaat gemeldet. Die Bauwerksgründung der Stützmauer wurde unter- und ausgespült. Teile des Natursteinwerkes wurden im südlichen Mauerbereich vollständig weggerissen. Randbereiche der Straße und des Gehweges „An der Jägermühle“ sowie das Brückenbauwerk über den Lößnitzbach wurden durch das unkontrolliert wild abfließende Wasser überspült und durch mitgerissene Gegenstände beschädigt. Ausspülungen und Risse im Auflagebereich der Brückenköpfe sind sichtbar.

Entsprechend werden Brücke und Stützmauer im Zuge der Bauarbeiten durch Neubauten ersetzt. Die Stützmauer erhält nach ihrem Aufbau aus denkmalschutzrechtlichen Gründen eine Verblendung mit Natursteinen. Die Bauarbeiten betreffen zwar nur eine Nebenstraße, gelten wegen der beengten Verhältnisse vor Ort aber als sehr schwierig.

Von Uwe Hofmann

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