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Radebeul kürt Sieger im Architekturwettbewerb für den Neubau des Schillerhorts

Eröffnung frühestens 2019 Radebeul kürt Sieger im Architekturwettbewerb für den Neubau des Schillerhorts

Der Gewinner des Architekturwettbewerbs für den Neubau des Schillerhorts in Radebeul-Ost steht fest. Gewonnen hat das Dresdner Büro „O+M Architekten und Landschaftsarchitekten Otto + Richter“, dessen Entwurf nun auf dem Grundstück Ecke Pestalozzistraße und Schildenstraße verwirklicht werden soll.

Radebeul. Der Gewinner des Architekturwettbewerbs für den Neubau des Schillerhorts in Radebeul-Ost steht fest. Gewonnen hat das Dresdner Büro „O+M Architekten und Landschaftsarchitekten Otto + Richter“, dessen Entwurf nun auf dem Grundstück Ecke Pestalozzistraße und Schildenstraße verwirklicht werden soll. Dazu gab es ein Preisgeld von 9600 Euro. Das neue Hortgebäude sollen die Kinder der Grundschule Friedrich Schiller nutzen können. Die Stadtverwaltung beziffert den Bedarf mit 170 Plätzen. Die Baukosten werden laut Ausschreibung im Wettbewerb auf 2,4 Millionen Euro geschätzt, insgesamt soll die Einrichtung des Horts drei Millionen Euro kosten.

Man kann sich das geplante Gebäude vom Grundriss her wie eine Eins vorstellen, deren Fuß nach rechts abgeknickt ist. Auf diese Weise haben die Planer erreicht, dass sich der winkelige zweigeschossige Bau in der einen Ecke an die Häuserflucht der Pestalozzistraße, am entgegengesetzten Ende an die Flucht entlang der Schildenstraße einfügt. Durch den etwas zurückgesetzten Mittelteil bleibt zudem zwischen Straßenkreuzung und Gebäude etwas Grünfläche erhalten, was repräsentativ wirken soll, aber auch aus Lärmschutzgründen sinnvoll ist. Im Gebäude selbst gibt es einen langgezogenen Lichthof über beide Etagen, der als Begegnungsraum fungieren soll. Dort könnten auch Ausstellungen möglich sein, meinen die Architekten.

Bewusst hat Radebeul den Wettbewerb für Architekten und Landschaftsarchitekten gleichermaßen ausgeschrieben, weshalb auch die Hofgestaltung bei der Prämierung eine wichtige Rolle spielt. Dieser ist im Siegerentwurf hinter dem Gebäude vorgesehen, wobei das Hanggefälle im Grundstück derart ausgenutzt wird, dass drei Ebenen entstehen, die jeweils auf eigene Weise mit Spielgeräten und dergleichen genutzt werden können. Auch ist an eine Baumbepflanzung gedacht, die sich an den Bestand im Umfeld einfügen soll. Die Schulkinder sollen später einmal vom Schulgebäude an der Hauptstraße kommend entlang der Pestalozzistraße zum Hort laufen, den sie über den Hof betreten können. Parkplätze und die Zufahrt auf den Wirtschaftshof werden dagegen an der Schildenstraße angelegt.

„Ich betone es an dieser Stelle immer wieder, dass ein solcher Wettstreit unter Architekten seit Jahrhunderten der beste Weg war und ist, für eine Bauaufgabe die gestalterisch, konstruktiv und wirtschaftlich optimalste Lösung zu finden“, zeigte sich Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos) bei der Vorstellung der Wettbewerbsergebnisse zufrieden. Radebeul hat sich grundsätzlich dafür entschieden, sobald ein Bauvorhaben wegen der Kostenhöhe eigentlich europaweit ausgeschrieben werden müsste, alternativ einen Architekturwettbewerb zu starten. Das ist Folge einer bei der Sanierung und Erweiterung der Grundschule Naundorf gemachten Erfahrung, als wegen der Ausschreibungsregularien der ausführende Architekt ein anderer war als der, der die zugrundeliegende Planung gemacht hatte.

Tatsächlich scheint man auf diese Weise auch bei Architekten einen Nerv zu treffen. Jedenfalls hatten 182 Büros Interesse angemeldet, noch einmal 50 mehr als zuletzt bei Luisenstift. Unter den Bewerbern wurden 30 ausgelost, dann noch einmal fünf Nachrücker. 28 Büros haben Ende April schließlich Beiträge eingereicht, über die das Preisgericht am Montag befunden hat. Die Jury setzte sich aus den Landschaftsarchitekten Ulrich Krüger und Claudia Blaurock, den Architekten Angela Mensing-de Jong, Dirk Pussert, Lydia Heine sowie Baubürgermeister Müller zusammen. Hinzu kamen als stimmberechtigte Sachpreisrichter Bettina Göpfert vom Kultusministerium, die Leiterin des Schillerhorts Kerstin Kalke und Stadtrat Andreas Kruschel (Freie Wähler) sowie als ständig anwesende stellvertretende Sachpreisrichter Sozialamtsleiter Elmar Günther, Jeannette Kunert als Sachgebietsleiterin Kindertagesstätten und der Landschaftsarchitekt Robert Storch als sachkundiger Einwohner aus dem Stadtentwicklungsausschuss. Vorsitzender des Preisgerichts war Pussert, dessen Büro den Siegerentwurf für die Sanierung und Erweiterung des Luisenstifts erstellt hat.

Nach der Sommerpause sollen die Stadträte, die dann wegen der Sanierung des Historischen Rathauses das erste Mal im Hotel Goldener Anker tagen werden, das Wettbewerbsergebnis bestätigen und die nächsten Planungsschritte in Auftrag geben. Im nächsten Jahr will man sich dann um Fördermittel bemühen. „Wenn – und nur wenn – es uns im nächsten Jahr gelingt, die Gesamtfinanzierung zu sichern wird, könnte der Hortneubau 2019 fertig sein“, gibt Baubürgermeister Müller einen Ausblick.

Von Uwe Hofmann

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