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Radebeul hat seine Kita-Plätze seit 2001 verdoppelt

3000. Kita-Kind begrüßt Radebeul hat seine Kita-Plätze seit 2001 verdoppelt

3000 Kita-Kinder gibt es seit Mai in Radebeul. Für die Lößnitzstadt ist das ein Meilenstein, zählte man 2001 doch noch 1500 Kita-Plätze in der Stadt. Anders als Nachbarstadt Dresden hat es Radebeul geschafft, Engpässe im Betreuungssystem zu verhindern. Das Rezept dafür ist simpel.

Seit Mai geht Thomas Schmidts kleine Tochter Kira (1) in die Küken-Gruppe der Kita Radebeuler Spatzen. Sie ist das 3000. Kita-Kind der Stadt.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul.  Blümchen, Kuscheltier und ein verpacktes Geschenk hatte Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) mitgebracht, um beim gestrigen Termin in der Kita Radebeuler Spatzen für gute Stimmung zu sorgen. Die kleine Kira schien dem freundlichen Onkel aus dem Rathaus trotzdem nicht so recht über den Weg zu trauen, klammerte sich mit skeptischem Blick an Papa Thomas Schmidt. Dass die Einjährige so sehr in den Mittelpunkt rückte, hat einen triftigen Grund: Sie besetzt seit Mai den 3000. Kita-Platz in Radebeul, ein Meilenstein, dem man im Rathaus ganz bewusst gebührend feiern wollte.

„Radebeul knackt einen Rekord“, leitet OB Wendsche eine Mitteilung zum Thema ein. Seit 2001 hat man die Plätze in Kita und Hort verdoppelt. Das ist zum einen eine beachtliche Leistung, die anders als etwa in Dresden dank kontinuierlicher Arbeit ohne Hauruck-Aktionen bewältigt wurde. Nur Anfang der 2000er habe es geknirscht im System, wie OB Wendsche sagt. Eltern einen Kitaplatz zu vermitteln habe man jedoch immer geschafft, zumal es seit etwa acht Jahren trotz steigender Belegungszahlen eine Reserve von etwa fünf bis zehn Prozent gibt, die kurzfristige Vermittlungen in eine Kita ermöglicht.

Andererseits resultiert die Verdopplung der Radebeuler Kita-Kinder innerhalb von 15 Jahren aus einer Entwicklung, die man im Rathaus mit großer Zufriedenheit registriert: „1990 hatten wir den höchsten Altersschnitt im Landkreis, war Radebeul die älteste Stadt“, erinnert Wendsche. Heute seien die Radebeuler mit einem Durchschnittsalter von 46,2 Jahren die jüngsten im Landkreis. „Innerhalb von einer Generation hat sich das komplett gedreht“, sagt Wendsche. Vor allem weil es gelungen sei, junge Familien anzuziehen, sei es wegen der ausgewiesenen Wohngebiete, wegen Arbeitsplätzen in der Stadt selbst und den Nachbargemeinden oder eben der vor Jahren noch nicht selbstverständlichen Garantie, jederzeit einen Betreuungsplatz in einer Radebeuler Kita zu bekommen. Inzwischen werden in der Lößnitzstadt in jedem Jahr um die 300 Kinder geboren, hinzu kommen nach wie vor Wanderungsgewinne in jungen Altersgruppen.

Andererseits muss man beim Blick ins Zahlenwerk auch gesellschaftliche Gründe für den Anstieg der Kita-Plätze anführen. So geht fast jedes Radebeuler Kind im Kindergartenalter auch in eine Kita. In Krippe und Hort liegen die Betreungsraten jeweils bei 87 Prozent, gegenüber 2005 ein Anstieg um 20 (Hort) bis 30 Prozentpunkte (Krippe). Insgesamt gibt es in Radebeul 30 Kitas, davon 21 in freier Trägerschaft.

Der Kita-Boom hat seinen Preis. 2000 hat Radebeul noch rund 1,9 Millionen Euro für die Kitas ausgegeben, heute sind es mit 5,5 Millionen Euro fast das Dreifache. Diese Summe macht mit 28 Prozent fast ein Drittel aller Ausgaben im städtischen Haushalt aus. „Es ist der größte Ausgabeposten“, sagt OB Wendsche.

Auch ein Grund für den Stolz, mit dem er auf den bewältigten Weg zurückblickt. Der besteht vor allem darin, dass bestehende Einrichtungen saniert und erweitert wurden, aus dem Boden gestampfte Neubauten wie anderswo gibt es kaum. „Das hat den Vorteil, dass es zumeist schon funktionierende Außenanlagen gibt“, sagt Wendsche. Außerdem liegen die Kitas zumeist mitten in den Wohngebieten – also dort, wo Eltern und Knirpse mit kurzen Wegen hingelangen.

Mit dem bisherigen Konzept steter Erweiterungen will man auch in den nächsten Jahren weiter arbeiten. Demnach sollen drei Einrichtungen in freier Trägerschaft saniert und erweitert werden: die Wahnsdorfer Kita (Volkssolidarität), die Kita Riesestraße (Kinderarche) und die DRK-Kita in Zitzschewig. Außerdem ist im Zuge des Sanierungsgebiets Radebeul-West der Ersatzneubau der Kita an der Harmoniestraße geplant, die bei der Gelegenheit von 56 auf 100 Plätze erweitert werden soll. Zudem sind drei Hortneubauten geplant.

Von Uwe Hofmann

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