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Radebeul fasst Konzept für Umgestaltung des Schulstandorts Oberlößnitz

Hortneubau und Sporthallenverlagerung Radebeul fasst Konzept für Umgestaltung des Schulstandorts Oberlößnitz

Der „Schulstandort Oberlößnitz“ wird neu sortiert. Das schlägt zumindest ein so betiteltes Konzept vor, dem die Stadträte bereits ihre Zustimmung gegeben haben. Es behandelt die Frage, wie auf dem Gelände, das sich die Grundschule Oberlößnitz und die frühere Mittelschule teilt, ein neues Domizil für die Grundschule mitsamt aller Nebenbauten entstehen kann.

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Das ehemalige Mittelschulgebäude Oberlößnitz könnte nach einer Sanierung Sitz der Grundschule Oberlößnitz werden. Vielleicht muss es aber auch einem Schulneubau weichen.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Der „Schulstandort Oberlößnitz“ an der Augustusstraße wird neu sortiert. Das schlägt zumindest ein so betiteltes Konzept vor, dem die Stadträte bereits ihre Zustimmung gegeben haben. Es behandelt die Frage, wie auf dem großen Gelände, das sich die Grundschule Oberlößnitz samt Turnhalle, Sportplatz und Hort mit dem Gebäude der früheren Mittelschule Oberlößnitz teilt, ein neues Domizil für die Grundschule mitsamt aller Nebenbauten entstehen kann. Es ist, wie Stadtrat Frank Thomas (Freie Wähler) vorrechnet, bereits der dritte Anlauf, „den schlimmen Zustand dort“ zu beheben. „Zuerst kamen Containerbauten, dann der Plan mit dem 12,9 Millionen Euro teuren Neubau“, erinnert er.

Tatsächlich wird seit Jahren um die Grundschule Oberlößnitz diskutiert. Zunächst ging es um Kapazitätsprobleme, weshalb Modulbauten auf dem Schulgelände aufgestellt wurden. Da auch der bauliche Zustand des Gebäudes zu wünschen übrig ließ, wollte die Stadt mit einem Architekturwettbewerb vor sechs Jahren den großen Wurf wagen. Gesucht wurde ein Gebäude im Passivhaus-Standard, das nicht mehr als 8,5 Millionen Euro kosten sollte. Der Entwurf der Architektin Delia Bassin kam den Vorstellungen am nächsten, sollte allerdings die von Stadtrat Thomas angesprochenen 12,9 Millionen Euro kosten. Zu viel für die Stadtkasse. Die Stadt investierte in notwendige Reparaturen in der Grundschule, schaffte erneut Container an und trug die Neubaupläne trotz Unmutsäußerungen aus Elternschaft und Lehrerkollegium zu Grabe.

Jetzt also der nächste Versuch, bei dem man über mehrere Schritte ans Ziel gelangen will. Dass diese Scheibchenmethode funktioniert, hat die Architektin Bassin in einer Machbarkeitsstudie nachgewiesen – ihre Beauftragung darf man durchaus als Kompensation für den entgangenen Leitbau verstehen, der sicherlich einige Reputation gebracht hätte. Einen Rechtsanspruch auf eine Verwirklichung ihrer Pläne habe sie im Wettbewerb aber nicht gehabt, sagt Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos). Bassin schlägt als erstes einen Hortneubau in etwa zwischen dem bestehenden Hortgebäude und der früheren Mittelschule vor, die heute als Ausweich für Schulsanierungen genutzt wird. Damit würde das derzeit drängendste Problem am Standort gelöst: Es fehlt an Hortplätzen, weshalb die Kinder nach dem Unterricht auf vier Gebäude verteilt werden müssen. „Ziel ist es aber, an jedem Schulstandort einen zentralen Hort zu haben“, sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Der bestehende Hortbau, dessen Modernisierung und Erweiterung in etwa so viel kosten würde wie Abriss und Neubau, kann das nicht leisten.

„Mit allem drum und dran“ soll ein Neubau vier bis 4,5 Millionen Euro kosten, wie OB Wendsche sagt. Radebeul arbeitet derzeit an der Auslobung eines entsprechenden Architekturwettbewerbs, dessen Ergebnisse im nächsten Jahr präsentiert werden sollen. Dann könnte 2018, wahrscheinlich aber eher 2019 gebaut werden. Sobald der Neubau für 250 Kinder steht, kann der alte Hort abgerissen werden. Im Konzept beginnt damit die zweite Stufe, die Turnhalle umfasst. Dabei handelt es sich um eine alte Lkw-Halle, die in der Nachkriegszeit für den Schulsport umgewidmet wurde. Sie musste im Winter 2011 gesperrt werden, weil sich das Dach verschoben hatte. Auch der Erhalt dieses Gebäudes hat nach Einschätzung der Stadt keinen Sinn. Sie favorisiert einen Neubau an Stelle des derzeitigen Hortgebäudes direkt an der Augustusstraße. Man müsse noch sehen, ob es eine Ein- oder ein Zweifeldhalle wird, meint OB Wendsche.

Gegen den Standort direkt an der Straße regt sich Widerstand, etwa aus der Fraktion Bürgerforum/Grüne. Die Stadt wünscht aber eine Konzentrierung der Gebäude am Rand des Grundstücks, um eine parkartige Gestaltung der Anlage zu ermöglichen. Das hat auch mit der über dem Gelände thronenden Wach’schen Villa zu tun, dem Sitz der Kinderarche. Dort soll laut Konzept ein Abenteuerspielplatz entstehen.

Zur Schule lässt die Planung mehrere Varianten zu. Entweder wird das Mittelschulgebäude saniert, oder es entsteht ein Neubau an seiner Stelle. Das derzeitige Grundschulgebäude könnte dann abgerissen werden, weil es nicht unter Denkmalschutz steht. Wahrscheinlicher ist, dass as Haus Sitz einer neuen Kita wird, weil die Verwaltung einen steigenden Bedarf nach Vorschulbetreuung von Kindern als Folge des Zuzugs ins Waldstraßenviertel registriert.

Von Uwe Hofmann

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