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Radebeul erwartet zum Herbst- und Weinfest 50.000 Besucher

23. bis 25 September Radebeul erwartet zum Herbst- und Weinfest 50.000 Besucher

„Wir leben in einer Zeit, die nicht ganz ohne ist, nicht befreit von Gefahr ist“, sagte Herbert Graedtke. Ernste Worte zu einem eigentlich fröhlichem Anlass, denn sie fielen während der Programmvorstellung zum Herbst- und Weinfest, das Ende September in Radebeul gefeiert wird. Die Sicherheit spielt dabei eine wichtige Rolle, noch mehr Augenmerk legt man aber auf Atmosphäre.

Die Schauspieler Moritz Gabriel und Holger Uwe Thews haben schwer zu schleppen, während es sich Cordula Hanns und die Weinprinzessin Anna Bräunig gut gehen lassen. Hanns, Gabriel und Thews sind beim Wandertheaterfestival in der Landesbühnen-Aufführung „Das Geheimnis der Blauen Schwerter“ zu sehen.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. „Wir leben in einer Zeit, die nicht ganz ohne ist, nicht befreit von Gefahr ist“, sagte Herbert Graedtke. Ernste Worte zu einem eigentlich fröhlichem Anlass, denn sie fielen während der Programmvorstellung zum Herbst- und Weinfest, das am letzten Septemberwochenende auf dem Dorfanger Altkötzschenbroda gefeiert wird und bei dem Graedtke traditionell als Bacchus seinen Teil beiträgt. „Narren, Gaukler, Komödianten“ kündigt das Festmotto an, erwartet werden wieder 50 000 Gäste an drei Festivaltagen.

Viele Menschen, die sich „auf einem Schlauch von Festgelände“ tummeln werden, wie Graedtke sagt. Deshalb ging es den Organisatoren neben den üblichen Überlegungen zu Weinbuden, Musik und dem Programm des Internationalen Wandertheaterfestivals, in verstärktem Maße auch um die Sicherheit. Vor den traditionellen Absprachen mit Polizei, Rettungsdiensten und Sicherheitsdienst habe man sich deshalb schon in kleiner Runde getroffen, sagt Festorganisatorin Cornelia Bielig. Ergebnis: Viel braucht oder kann man am bestehenden Sicherheitskonzept nicht verändern. „Wir kontrollieren seit fünf Jahren die Rucksäcke am Einlass, das werden wir auch weiterhin tun“, sagt Bielig. Verbieten wird man die Tragehilfen aus praktischen Gründen nicht. „Das geht nicht wegen der Anwohner“, sagt Bielig. Mancher, der auf dem Festgelände wohnt, werde schließlich seinen Wochenendeinkauf nach Hause tragen. „Und das können wir nicht verbieten.“

Nur an einer Sache hat man nach der Sicherheitsrunde größeren Verbesserungsbedarf gesehen: an den Rettungswegen. Die werden zwar wie bisher ausgeschildert, in diesem Jahr aber konsequent freigehalten. Wo in den vergangenen Jahr einen Falschparker auf dem Heimweg ein Knöllchen erwartete, wird in diesem Jahr kostenpflichtig abgeschleppt. „Wir stellen die Schilder ja schließlich nicht zum Spaß auf“, begründet Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) die harte Linie.

Die Anreise mit dem Auto sollte man sich ohnehin überlegen. Da die Kötzschenbrodaer Straße wegen Bauarbeiten bis Ende November komplett gesperrt ist, bleibt dafür nur die Meißner Straße oder die Niederwarthaer Brücke von der linken Elbseite her. Parkplätze sind knapp. „Dafür fahren S-Bahn und Straßenbahn im dichten Takt“, sagt Wendsche.

Sonst sind die Änderungen im Verkehrs- und Sicherheitskonzept marginal und werden den Besuchern wie beispielsweise die Anschaffung neuer Kommunikationstechnik für die Organisatoren kaum auffallen. „Das wichtigste ist, die Atmosphäre des Fests aufrecht zu erhalten“, sagt OB Wendsche.

Die rückt in der 26. Ausgabe vielleicht näher an die wilden Anfangstage, als das zuletzt der Fall war. Jedenfalls gehen laut Programm-Chef Helmut Raeder die größten Veränderungen im Festgeschehen auf die Anwohner zurück. 48 Höfe öffnen und bieten Musik, Theater, Speis und Trank. Darunter zum Beispiel das Evangelische Kinderhaus, in dem die Eltern „Räuber Hotzenplotz“ aufführen, „eine sicher ganz turbulente Sache“, wie Raeder meint. Er freue sich zudem auf das Gastspiel des schon mehrfach am Wandertheaterfestival beteiligten N.N. Theaters aus Köln mit „Heidi“ und den Holländer Jaap Slagman, der „gemeinsam mit dem Publikum aus dem Nichts heraus Geschichten erfinden wird“, wie Raeder ankündigt. Außerdem wird erstmals ein Lobbüro eingerichtet, in dem alle, die Kritik einstecken müssen, sich belobigen lassen können. Und Wein von 30 Winzern, den gibt es selbstverständlich auch.

Von Uwe Hofmann

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