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Radebeul denkt über die Einführung von Parkgebühren nach

Parkraumkonzept für Radebeul-Ost Radebeul denkt über die Einführung von Parkgebühren nach

Eine Rolle rückwärts und ein Tabubruch – so setzt sich das neue Parkraumkonzept für den Bereich um die Hauptstraße in Radebeul-Ost zusammen.

Die Grafik zeigt die Beschilderung, wie sie nach jetzigem Stand des Parkraumkonzepts in Radebeul-Ost aussehen würde.

Quelle: SV / Eylert

Radebeul. Eine Rolle rückwärts und ein Tabubruch – so setzt sich das neue Parkraumkonzept für den Bereich um die Hauptstraße in Radebeul-Ost zusammen. Dort sollten die vorhandenen Stellplätze am Straßenrand eigentlich halbiert werden, um Fußgänger entlang der Einkaufsmeile mehr zum Flanieren zu animieren. Davon haben Verwaltung und Stadträte inzwischen Abstand genommen. „Wir haben eine funktionierende Geschäftsstraße und wollen die komfortable Situation nicht ins Schwanken bringen“, sagt Ordnungsbürgermeister Winfried Lehmann (CDU). Man wolle der Konkurrenz im nahen Elbepark nicht noch in die Karten spielen.

Stattdessen bringt Lehmann etwas anderes ins Spiel: Um mehr Bewegung in den ruhenden Verkehr zu bringen, soll die maximale Parkdauer von zwei auf eine Stunde heruntergesetzt werden. Das soll es Einkaufenden ermöglichen, leichter einen Stellplatz zu finden. Außerdem will man bis zum Herbst untersucht haben, ob und wie sich Parkgebühren einrichten lassen. Außer in den Parkhäusern in Radebeul-Ost und -West ist bisher das Parken in Radebeul kostenlos. Um die Einführung zu erleichtern und möglichen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen, ist an eine Brötchentaste gedacht. Laut Lehmann könnte so das Parken bis zu einer halben Stunde kostenfrei bleiben.

Dennoch bleibt die Sache ein heißes Eisen. Das gilt auch für die übrigen Regelungen des Parkraumkonzepts, zu denen es schon eine Öffentlichkeitsbeteiligung gegeben hat. Demnach sind von 129 Radebeulern 53 für eine Kürzung der Parkdauer, 49 dagegen. Die Freigabe der Einbahnstraßen Gellertstraße und Rathenaustraße für Radler, wofür einige Parkplätze Ausweichstellen geopfert werden müssen, lehnen 58 der Stellungnahmen ab und begrüßen 48. Einzig der Plan, rings um die verkehrsberuhigte Hauptstraße eine Tempo-30-Zone einzurichten, scheint mit 76 Stimmen dafür und 17 dagegen wenig umstritten.

Alle anderen Regelungen bleiben „die Quadratur des Kreises“, wie Oberbürgermeister Bert Wensche (parteilos) sagt. Die besteht im wesentlichen aus folgendem Gegensatz: Wer über die Hauptstraße bummelt, empfindet das beidseits abgestellte Autoblech als hinderlich, gerade wenn er die dadurch unübersichtliche Straße queren will. Wer mit dem Auto einkaufen fährt, will es bitteschön direkt vor dem Geschäft abstellen. Für diese Möglichkeit plädieren auch die Gewerbetreibenden, die andernfalls ein Wegbleiben der Kunden befürchten.

Es bleibt also spannend zu sehen, wie das Konzept im Herbst aussehen wird. Das gilt auch für die Bewohner Altkötzschenbrodas, denn die Parkraumgestaltung in Radebeul-Ost soll Modellcharakter entwickeln. Sollte an der Hauptstraße eine einigermaßen verträgliche Lösung gefunden werden, wird man diese auch in Altkötzschenbroda anwenden, kündigt OB Wendsche an. Dort gibt es schließlich ähnliche Probleme wie in Radebeul-Ost.

Von Uwe Hofmann

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