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Radebeul bummelt mit Parkkonzept für den Anger

Radebeul bummelt mit Parkkonzept für den Anger

Das Parkraumkonzept für Altkötzschenbroda lässt weiter auf sich warten. Im Herbst 2009 hatten die Radebeuler Stadträte solch ein Konzept angefordert. Seither gab es mehrere Ideen.

Laut Stadt gibt es einen Entwurf, der allerdings nicht beschlussreif ist. Überhaupt treibt die Verwaltung das Vorhaben wie es scheint nicht mit der von vielen Anwohnern geforderten Eile voran.

Bei einem Radebeuler Bürgerforum zum Thema: "Wie sollte sich Radebeul-West in Zukunft entwickeln?" sagte Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos), dass er wenig davon hält, "Altkötzschenbroda jetzt damit zu überfordern". Einerseits seien Grundstücksbesitzer infolge der kritisierten Ausgleichsbeträge, die sie nach Sanierungen in Altkötzschenbroda zahlen mussten, aufgewühlt gewesen. Andererseits stünden dort mit künftigen Hochwasserschutzbauvorhaben erneut Eingriffe in Grundstücke zur Debatte. Man sollte daher jetzt nicht das nächste Thema voran treiben, das "die Leute wieder gegeneinander aufbringt", sagt Wendsche. Denn bei der Diskussion um das Parkkonzept würden die Interessen der Beteiligten vor Ort weit auseinander gehen. Eine Lösung der Gemengelage gleiche "der Quadratur des Kreises".

Wollen die einen, dass überhaupt keine Autos mehr den Anger passieren, sehen die anderen viel zu wenig Parkplätze in dem Areal mit vielen Gaststätten und Plätzen für kulturelle Veranstaltungen. Der Durchgangsverkehr müsse weg, fordern Anwohner. Parkplätze vor ihrer Haustür sollten ferner kostenlos bleiben. Letzteres wird diskutiert. Stellflächen für Anwohner zu verringern, wäre eine Option, die aber beim Bürgerforum auf Kritik stieß. Mieter am Anger wiesen darauf hin, dass sie zu oft lange Wege in Kauf nehmen müssten, da sie am Anger keine freien Parkplätze fänden. Mehr Kontrollen könnten womöglich helfen.

Doch genau davor warnt OB Wendsche nun. Künftig gebe es "drastisch weniger Geld" für Radebeul, da Zuschüsse ausbleiben. "Deshalb müssen wir Lösungen finden, die sich selbst kontrollieren", sagt er. Bauliche Lösungen könnten hier helfen, Kontrolleure nicht. Das wäre zu teuer.

Derzeit gebe es in Radebeul keinen kommunalen Parkautomaten. Ob das so bleibt, soll aber noch dieses Jahr per Grundsatzentscheid im Stadtrat geklärt werden, kündigte Wendsche an. Die Einführung von Parkgebühren am Anger war in der Vergangenheit bereits Thema. Doch die Bürgerinitiative Kötzschenbroda lief dagegen Sturm. Viele Gewerbetreibende fürchteten, dass weniger Kunden nach Altkötzschenbroda kommen könnten, wenn sie Parkgebühren zahlen müssten.

"Nichts zu tun, ist allerdings auch keine Lösung", meinte SPD-Stadtrat Thomas Gey. "Da fühle ich mich als Stadtrat schlecht, wenn man sich drei Jahre damit beschäftigt, und nun hört, es soll 'niemand überfordert' werden." Die Probleme seien nicht aus der Welt.

Womöglich braucht man auch gar kein Konzept, regten Anwohner an. Es reiche vielleicht, wenn man nur deutlicher auf vorhandene Parkplätze hinweisen würde - mit zusätzlichen Schildern oder Straßenmarkierungen. An Hainstraße und Festwiese gebe es oft genug freie Stellflächen. Und das kostenpflichtige private Parkhaus an der Güterhofstraße besteht seit Mitte der 90er-Jahre. Doch genutzt wird es kaum. Selbst Schilder hätten an dieser Situation nichts geändert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.05.2013

Stephan Klingbeil

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