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Radebeul bekannteste Ruine wird bis zum Jahresende abgerissen

Glasinvest-Hochhaus Radebeul bekannteste Ruine wird bis zum Jahresende abgerissen

Die Abrissarbeiten auf dem Glasinvest-Gelände haben begonnen. Bis zum Jahresende will das Bautzner Unternehmen Hentschke Bau, einer der drei Investoren, sämtliche Gebäude in dem Areal abgetragen haben. „Dann ist noch nicht alles abgefahren, aber abgegerissen ist es“, schätzt Projektleiter Volker Böhme ein.

Es wird noch ein paar Wochen dauern, bis der Abrissbagger tatsächlich so beherzt zugreift, aber die Abrissarbeiten am Glasinvest-Hochhaus haben begonnen.
 

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul.  Die Abrissarbeiten auf dem Glasinvest-Gelände haben begonnen. Bis zum Jahresende will das Bautzner Unternehmen Hentschke Bau, einer der drei Investoren, sämtliche Gebäude in dem Areal abgetragen haben. „Dann ist noch nicht alles abgefahren, aber abgegerissen ist es“, schätzt Projektleiter Volker Böhme ein. Das gilt auch für das leerstehende Bürohochhaus, das jahrelang eine Art Begrüßungsruine mit dem ikonischen Schriftzug „Glasinvest Radebeul“ in bester Lage an der Meißner Straße in Radebeul-Ost abgegeben hat.

Dem Riesen sieht man es noch nicht an, dass sich die Bauarbeiter bereits an ihm zu schaffen gemacht haben. Wird derzeit noch die Dachpappe abgetragen und in den Sondermüll fortgeschafft, geht es in den nächsten Tagen an die Beseitigung des Sperrmülls. Damit sind vor allem die verbliebenen Büromöbel gemeint. Anschließend kommt ein großer Abrissbagger, der zuerst die Fassade des Gebäudes abreißt, dann von oben nach unten Etage um Etage des Hochhauses abträgt. Den Beton will Hentschke Bau anschließend in kleine Bruchstücke teilen und „zur Bodenverbesserung“ wiederverwerten, wie Böhme sagt. Er schätzt, dass drei bis vier Wochen vergehen werden, bis mit dem eigentlichen Abriss des Bürohauses begonnen werden kann. Dabei haben Schrottsammler im Schutz der Dunkelheit schon einen Teil der Entkernungsarbeit erledigt: Von der Heizung- und der Entlüftungsanlage sei fast nichts mehr da, sagt Projektleiter Böhme.

Bleibt das Glasinvest-Hochhaus äußerlich noch eine Weile unberührt, schreiten die Arbeiten bei anderen Gebäuden im Areal deutlicher voran. Derzeit frisst sich ein Abrissbagger durch das früher von der Ofenbau-Abteilung genutzte Gebäude neben dem Hochhaus, alle anderen Flachbauten – vom Betriebskindergarten bis zu Verwaltungshäusern – werden Stück für Stück folgen. Gearbeitet wird bei Tageslicht in der Woche und – sollte es nötig sein, auch am Sonnabend. Dass dadurch Anwohner viel Unannehmlichkeiten entstehen, hofft Böhme nicht. „Das Gelände ist so groß, das vertut sich hier“, meint er. „Außerdem ist es gut, dass wir bei der relativ kühlen und feuchten Witterung abreißen, das stört es die Leute nicht so“, pflichtet ihm Peter Heil, Geschäftsführer der Sächsischen Wohnungsimmobilien GmbH (SWG), bei. Ein Abriss im Spätherbst habe auch den Vorteil, dass sich „der Wildwuchs“ – also die in den zurückliegenden Jahren gewachsenen Bäume und Sträucher, problemlos entfernt werden könnten.

Geht es nach den drei Investorenvertretern SWG-Chef Heil, Hentschke Projektleiter Böhme und der Technische Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Lößnitz, Michael Zenker, beginnen dann im März die Bauarbeiten. Voraussetzung dafür ist, dass der Stadtrat den Bebauungsplan für das Gebiet beschließt. Zwei Wochen später könnte man mit dem Aushub der Tiefgarage beginnen, meint Heil.

Geplant sind drei Viergeschosser an der Meißner Straße, von denen zwei ein Seniorenwohnheim mit 86 Plätzen im betreuten Wohnen und Pflegewohnheim beherbergen sollen (Hentschke Bau) und das dritte 31 erschwingliche Mietwohnungen beherbergen soll (Genossenschaft). Auf dem dahinter liegenden Areal, dass sich zu den Weinbergen der Oberlößnitz öffnet, sind sechs Mehrfamilienhäuser mit 64 mehrheitlich für Eigentümer gedachten barrierearmen Wohnungen geplant (SWG). Laut SWG-Chef Heil sind zehn der Wohnungen schon reserviert. Das Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf rund 37 Millionen Euro, allein der Abriss verschlingt etwa 500 000 Euro.

Noch gibt es Diskussionen unter den Stadträten, wie die Fassade an der Meißner Straße gestaltet werden soll, keiner der Investoren geht aber davon aus, dass der ehrgeizige Zeitplan dadurch ins Stocken gerät. Das wird auch schon dadurch deutlich, dass Hentschke Bau in seinen Gesprächen mit der Volkssolidarität relativ weit fortgeschritten ist. Die VS soll den Betrieb von Pflegeheim und betreuten Wohnen übernehmen.

Noch unklar ist, was mit dem Schriftzug passiert. Ideen gäbe es, entschieden ist noch nichts.

Von Uwe Hofmann

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