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Radebeul baut Kötzschenbrodaer Straße und Zufahrt Am Gottesacker ohne Radweg aus

Radebeul baut Kötzschenbrodaer Straße und Zufahrt Am Gottesacker ohne Radweg aus

Die Kötzschenbrodaer Straße in Radebeul soll 2014 ausgebaut und dabei auch der Radverkehr zwischen der Straße "Am Gottesacker" und der Stadtgrenze zu Dresden berücksichtigt werden.

Radebeul.

Von Stephan Klingbeil

Um rechtzeitig Planungssicherheit für den Ausbau zu schaffen, hat der Stadtrat jetzt eine Entscheidung dazu gefällt, wie Radfahrer künftig dort entlang fahren sollen. Mehrheitlich stimmten die Räte für die sogenannte "Variante null" und gegen zwei andere Optionen.

Damit wird es in diesem Bereich keine extra Radroute geben. Lediglich eine gestrichelte Linie würde nach dem Ausbau der Straße als Schutzstreifen dienen. Vom Tisch ist so auch die "Variante zwei" mit einem zusätzlichen Radweg parallel zur Straße. Ebenso wenig Berücksichtigung fand ferner die sogenannte "Variante eins". Diese sah einen Radfahrstreifen vor, der sich auf der Fahrbahn befunden hätte und mit einer durchgezogenen weißen Linie abgetrennt worden wäre.

Dabei galt diese Variante lange Zeit als Favorit der Stadt. Sogar der zuvor von der Verwaltung befragte Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Sachsen sprach sich dafür aus. So würden zum Beispiel Radfahrer "besser wahrgenommen" von Autofahrern, die auf ihre Grundstücke einbiegen oder von dort auf die Straße fahren. Und an der "Kötzschenbrodaer" liegen viele Grundstückseinfahrten. Zudem wechseln sich auf der Trasse unbebaute und bebaute Abschnitte ab. Bei letzteren sei die Straßenbreite oft so schmal, dass ein Radweg streckenweise nur mit dem Abriss von Gebäuden zu verwirklichen sei. Das komme aber nicht infrage. Doch warum nun eine gestrichelte Linie auf der Straße?

Das Problem ist laut Bauamt der Platz. Denn es befinden sich nur zehn Meter Straßenbreite in städtischem Besitz. Und geplant ist, mit dem Ausbau der Kötzschenbrodaer Straße auch einen zwei Meter breiten Fußweg anzulegen. Die Fahrbahn wäre dann sieben Meter breit. Hinzu kämen noch Bankette an den Seiten, so dass die Stadt für die anderen beiden Varianten Zusatzflächen von Privateigentümern kaufen müsste.

Das kostet aber nicht nur Geld, sondern auch viel mehr Zeit. "Dann würde ein Planverfahren einfach länger dauern", sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Für die Ausbauvariante mit extra Radweg wären vermutlich rund 3,21 Millionen Euro fällig. Die Option mit Radfahrstreifen koste nur etwa 4000 Euro weniger. Mit der verabschiedeten Variante spart die Stadt rund 700 000 Euro ein. Viele Räte waren deshalb der Ansicht, dass ein "dritter Radweg in dem Bereich wenig Sinn ergebe und man das Geld besser zum Beispiel für die Bauprojekte an den Grundschulen in Naundorf und Oberlößnitz sowie für die Gehweg-Sanierung verwenden könnte.

Kritiker bemängeln, dass die jetzige Variante nicht sicher genug sei. Befürworter betonen aber, dass es mit Elberadweg und der Radroute Am Gottesacker zwei weitere Strecken in der Nähe gebe. Die Gottesacker-Strecke ist zwar noch ein Sanierungsfall, soll aber für 159 000 Euro als Rad- und Gehweg bis zur Weintraubenstraße ausgebaut werden. Die Trasse soll dann auch eine hochwassersichere Zufahrt für den Ernstfall sein. Bei entsprechender Haushaltslage sei dies für 2015 geplant.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.10.2012

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