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Radebeul: Richard-Wagner-Straße wird verlegt

Mehr Übersicht an der Weintraube Radebeul: Richard-Wagner-Straße wird verlegt

Es ist ein trübseliges Bild, dass sich dem Bahnreisenden bietet, der vom S-Bahn-Halt Weintraube auf die Richard-Wagner-Straße in Radebeul-Mitte tritt. Dort fehlt es an Fußwegen, an Stellplätzen, an Fahrradbügeln, an allem eben, was einen modernen S-Bahnhof so ausmacht.

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Das ist nicht mehr zeitgemäß: Die breiten Brücken machen die Kreuzung unübersichtlich. Das soll sich beim Kreuzungsumbau 2017 ändern.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Noch schwieriger ist die Lage für Autofahrer, die an der Kreuzung mit der Weintraubenstraße abbiegen wollen: Seitdem die Bahnbrücke an dieser Stelle im Zuge des S-Bahn-Ausbaus auf 11,38 Meter aufgeweitet wurde, ist die Kreuzung fast nicht mehr einzusehen. Auf seiner jüngsten Sitzung beschloss der Stadtrat, dass 2016 dort aufgeräumt wird. Demnach wird im nächsten Jahr die Richard-Wagner-Straße saniert, 2017 die Weintraubenstraße bis zur Kreuzung mit der Roseggerstraße.

920 000 Euro kostet das Vorhaben insgesamt, einen Teil davon übernimmt die Deutschen Bahn. Etwa 60 000 Euro zahlt das Staatsunternehmen als Ausgleich dafür, dass es mit seinem Brückenbau so nah an die Straßenkreuzung herangerückt ist. Da Radebeul diese Summe allerdings nur noch im nächsten Jahr abrufen kann, hat es die Stadt nach langen Planungen und Diskussionen nun sehr eilig mit dem Bau. Außerdem will sich die Verwaltung um Fördermittel bemühen und den Eigenmittelanteil aus der Millionensumme bezahlen, die ihr die Einigung mit Elbepark-Besitzer Kurt Krieger beschert hat.

Vom Ausbau profitieren vor allem die gegenüber vom S-Bahn-Halt gelegene Jugendherberge und ihr unmittelbarer Nachbar, das Freizeitzentrum Krokofit, das mit seiner Schwimmhalle das Ziel vieler ist, die am Haltepunkt Weintraube aus der S-Bahn aussteigen. Geplant ist zunächst, die Richard-Wagner-Straße von den Bahngleisen weg in Richtung der Jugendherberge zu verlagern. Dadurch entsteht ein kleiner Bahnhofsvorplatz, wo auch eine Fahrradstellanlage Platz finden soll. Neben einem ordentlichen Fußweg auf beiden Seiten sind 15 normale und ein Behindertenparkplatz geplant, die für Pendler gedacht sind.

Zwar gibt Stadtrat Michael Röhner (Linke) zu bedenken, dass die Lage an der Richard-Wagner-Straße durch ein- und ausparkende Fahrzeuge unübersichtlich werden könnte. Weil der S-Bahn-Halt nur von der Richard-Wagner-Straße aus betreten werden kann, sieht man in der Verwaltung jedoch keine sinnvolle Möglichkeit, die Parkplätze an anderer Stelle zu bauen. Die Kreuzung mit der Weintraubenstraße wird durch die Verlagerung der Richard-Wagner-Straße in jedem Fall deutlich entschärft.

Kritik gibt es auch am zweiten Bauabschnitt, der Erneuerung der Weintraubenstraße. Dabei geht es im wesentlichen darum, die Straße tieferzulegen, so dass die Eisenbahnunterführung eine lichte Höhe von 4,50 Metern bekommt und dann auch von Lkws befahren werden kann. Dass der Radweg, der derzeit aus Richtung Kötzschenbrodaer Straße kommend kurz vor der Bahnbrücke abrupt abbricht, auch nach der Sanierung der Weintraubenstraße nicht fortgeführt werden soll, finden vor allem Stadträte der Fraktion Bürgerforum/Grüne, aber auch der CDU wenig berauschend.

Die Verwaltung verteidigt sich damit, dass die Brücke trotz Aufweitung dafür immer noch zu schmal ist. Eine Verbesserung gibt es hingegen an der Kreuzung mit der Roseggerstraße. Die wird übersichtlicher, nachdem eine Mauer an der Kreuzung einen neuen Platz bekommen hat, sind die Verantwortlichen im Rathaus überzeugt.

Uwe Hofmann

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