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Radebeul: Ein Damm gerissen, einer steht noch

Radebeul: Ein Damm gerissen, einer steht noch

Gegen Mitternacht kam die "Hiobsbotschaft", wie Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) sagt. Der Notdamm am Auenweg hat der Elbe nicht standhalten können und ist gebrochen, etwa 25 Grundstücke in Fürstenhain und an der Kötzschenbrodaer Straße hat der Fluss überspült.

Radebeul.

Die Bewohner seien auf ihre Evakuierung vorbereitet gewesen. Viele sind bei Verwandten und Bekannten untergekommen, vier mussten in die Notunterkunft in der Turnhalle am Waldpark gebracht werden.

Eine frohe Botschaft platzte dagegen gegen 4 Uhr in Altkötzschenbroda herein: 150 Bundeswehrsoldaten. Im Gepäck hatten die uniformierten Helfer jede Menge Sandsäcke, nach denen die Kötzschenbrodaer schon am Dienstag immer lauter gerufen hatten. Weil OB Wendsche die Order ausgegeben hat, immer zuerst die Bereiche zu versorgen, wo es am kritischsten ist, mussten die Angerbewohner lange warten, bis ihre Rufe gehört wurden. Lagen die Nerven deswegen bei einigen ziemlich blank, ist jetzt relative Ruhe in Altkötzschenbroda eingekehrt. Überall haben die Soldaten kleine Sandsacksperren errichtet, die gegen das Elbwasser auf der einen und gegen rückstauendes Abwasser aus der anderen Seite helfen sollen. Mit großen Maschinen pumpen die Helfer gegenwärtig die Abwasserkanäle leer. Derzeit sei man optimistisch, dass das Abwassersystem stabil bleibt, meint Wendsche. Die Stadt hat dennoch alle Radebeuler aufgefordert, möglichst wenig Wasser zu verbrauchen.

Relativ gelassen wirkt auch Anne-Katrin Bretschner. "Bis zu einem Pegel von neun Metern können wir es gut aushalten", sagt die Leiterin des evangelischen Kinderhauses. Dort ist das Erdgeschoss geräumt, falls es doch schlimmer kommt. Derzeit steht die Elbe auf dem Spielplatz hinter der Kita. Alles kein Problem, solange die Bodenplatte des Hauses trocken bleibe. Andernfalls seien wie 2002 Sanierungsarbeiten nötig.

Angespannt ist die Lage weiter an der Kötzschenbrodaer Straße auf Höhe der Friedhofstraße. Etwa 70 Grundstücke in Altradebeul und an der Dresdner Straße schützt dort ein Notdamm, der bisher gehalten hat. Jetzt komme auch der Faktor Zeit ins Spiel, meint Wendsche. Wenn der Damm bei sinkendem Elbpegel noch durchweicht, sei der Aufwand umsonst gewesen. Die betroffenen Grundstücke liegen so tief, dass dort das Wasser dann gleich bis in den ersten Stock schwappen würde.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.06.2013

uh

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