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Radeberger Biertheater steigt in Wahlkampf ein

Radeberger Biertheater steigt in Wahlkampf ein

Die üppige Plakatlandschaft in Radeberg ist seit einigen Tagen noch reicher geworden. Doch den Herrn Moske, der auf den neuen Plakaten mit klaren Worten und überzeugenden Gesten für sich und seine Partei, die RBT, wirbt, werden die Radeberger am Sonntag auf dem Wahlzettel vergeblich suchen.

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"Yes... We can!'s ooch!" Hans-Jörg Moske, alias Hans Hörg Homsch, glaubt zu wissen, womit er beim Wahlvolk punkten kann.

Quelle: Bernd Lichtenberger

Kein Wunder, denn RBT steht für Radeberger Biertheater. Und Hans-Jörg Moske ist kein anderer als der Komödiant Hans-Jörg Homsch, um den es sich im neuen Biertheaterstück dreht. Premiere dafür ist am 26. September. Deshalb werden die RBT-Wahlplakate auch nach dem Wahlsonntag noch ein paar Tage in Radeberg zu sehen sein.

Mit "Yes- We can!'s ooch!", haben wir uns auf ein neues Gebiet gewagt", erklärt Autor Peter Flache. Nicht nur, weil nun auch das 1. Sächsische Mundart-Theater dem Mainstream folgt und er dem neuen Stück einen englischen Titel verpasst hat. Das Radeberger Theater wird auch politisch. Flache will sein neues Stück als eine Persiflage auf politischen Größenwahn verstanden wissen. In ihm werde sinngemäß ein uralter Wunsch des Wahlvolkes war: Der König kommt zum Bauern. Genauer: in das kleine Nest Malzau, wo bekanntermaßen die beiden Busenfreunde und Saufkumpane Harry und Backe mit ihren Angetrauten leben. Und König ist in diesem Falle der Bundestagskandidat Moske. An dessen Stelle muss Harry, der mit Backe bisher eher "ein Leben außerhalb von Zeit und Raum führte und dabei nicht gestört werden wollte", zum ersten Mal in seinem Leben vor dem Bundestag sprechen. Parallel dazu haben Renate und Gisela, die beiden Ehefrauen, die Politik als Spielwiese entdeckt, auf der sie sich austoben und alles andere, außer eben Frau, sein können. Beide wollen den Bundeshaushalt gegen den eigenen eintauschen und gründen eine längst überfällige Frauenpartei.

"Als ich mir das ausdachte, wusste ich nicht, dass am Sonntag auf dem Wahlzettel tatsächlich eine Frauenpartei stehen würde, die Feministische Partei Die Frauen", schüttelt Flache den Kopf. Durch einen Werbespot habe er davon erfahren, erzählt er. Die Proben zu "Yes- We can!'s ooch!" begannen erst Ende August. "Dafür aber mit viel Spaß und dem Einsatz aller Beteiligten", lobt der Autor und Backe-Darsteller. Und er ist zuversichtlich, dass die Mannschaft auch in der Biertheater-Saison 2013/14 wieder den Nerv des Publikums trifft.

"Über 50 Prozent der Karten dafür sind schon verkauft", bestätigt Jens Richter, Geschäftsführer der Radeberger Biertheater GmbH & Co. KG. "Ohne dass jemand das Stück bisher gesehen hat", ergänzt er. Das sei das bisher beste Vorverkaufsergebnis. Aber auch die zurückliegende elfte Spielzeit konnte sich mit 35 000 Besuchern bei 132 Veranstaltungen sehen lassen. In ihr hatte es drei Premieren gegeben. Große Resonanz fand "Der Schwipsbogen" von den Autoren Holger Blum und Mario Thiel, der 26 Mal auf dem Programm stand und in der neuen Saison ebenfalls wieder auf die Kaiserhof-Bühne kommt.

Das Biertheater will auch in der kommenden Saison neben eigenen Stücken mit eingekauften "Kunst beim Bier"-Veranstaltungen locken. "Dafür haben wir eine ganze Reihe hochkarätiger Gäste vertraglich gebunden", so Richter. Unter ihnen Tatjana Meissner, Olaf Schubert, Uwe Steimle, Thomas Stelzer, Dirk Michaelis, Walter Plathe und Katrin Weber.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.09.2013

Bernd Lichtenberger

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