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Radeberg stimmt Abriss geschichtsträchtiger Häuser zu

Radeberg stimmt Abriss geschichtsträchtiger Häuser zu

Eigentlich sollte der von Edeka geplante "Markt der Generationen" an der Oberstraße schräg gegenüber vom Lidl-Markt längst stehen. Spätestens 2012 werde er öffnen, hieß es vor zwei Jahren.

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Die Oberstraße 24 ist eines der ehemals denkmalgeschützten Häuser, die jetzt auf der Abbruchliste stehen.

Quelle: Bernd Lichtenberger

Von Bernd Lichtenberger

Doch stattdessen blicken die Radeberger noch immer auf alte Bruchbuden aus dem frühen 19. Jahrhundert. Noch. Denn jetzt kommt Bewegung in das Projekt. In seiner ersten Oktober-Sitzung stimmte der Technische Ausschuss des Stadtrates dem Abbruch der maroden Häuser Ober- straße 23, 24 und 25 zu. Auch die verkommenen Wohn- und Nebengebäude Pulsnitzer Straße 19, 25, 27, 29, 31 und 33 sowie Gebäude am Landwehrweg sollen abgerissen werden.

Edeka braucht Baufreiheit. Der Neubau für den Markt der Generationen soll bis Ende 2013 stehen, teilte das Unternehmen nun der Stadtverwaltung mit. Deswegen werde, wenn die Stadt zustimmt, noch Ende dieses Jahres mit dem Abbruch der Gebäude begonnen. Eine denkmalrechtliche Genehmigung zum Abbruch liegt bereits vor. Sie ist erforderlich, weil die Gebäude Ober-straße 23, 24, 25 sowie Pulsnitzer Str. 19, 29, 31 und 33 in der Denkmalliste des Freistaates als Einzeldenkmale ausgewiesen sind. Nicht zuletzt, weil sich mit ihnen ein Stück Stadtgeschichte verbindet. So war die Oberstraße 24, das spätere Hardtmannsche Haus, im 19. Jahrhundert für mehrere Jahrzehnte Soldatenquartier und damit Teil der Radeberger Garnison.

Mit dem Abbruch verliert Radeberg zwar wieder ein Stück seines ursprünglichen Gesichtes. Aber das nahmen die Ausschussmitglieder angesichts des schlechten Eindrucks, den das vor sich hin dümpelnde Quartier gegenwärtig macht, billigend in Kauf. Außerdem hoffen sie, dass der Markt der Generationen den demografischen Bedingungen der Bierstadt gerecht wird. Immerhin verspricht Edeka in räumlicher Hinsicht ein großzügiges Einkaufen. Auf den 2000 Quadratmetern Einkaufsfläche sollen in niedrigen Regalen nicht nur 15 000 Lebensmittel-Artikel angeboten werden. Zwischen den Gängen soll auch genug Platz für Rollstuhlfahrer sein. Es sei an Ruhezonen und Kinderspielecken gedacht, hieß es auf einer Präsentationsveranstaltung des Gewerbevereins.

Trotzdem ist die Stadt angesichts des bereits eingetretenen Terminverzugs skeptisch. Sie besteht darauf, dass die Neubebauung der Grundstücke innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein muss, da ein ersatzloser Abbruch der Gebäude nicht den Sanierungszielen der Stadt entspricht. Außerdem muss die Abbruchfläche vollständig beräumt und begrünt werden, wenn sich der Neubau verzögert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.10.2012

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