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Rabenaus Bürgermeister Paul: Bombenentschärfung lief glatt, verursachte aber hohe Kosten

Rabenaus Bürgermeister Paul: Bombenentschärfung lief glatt, verursachte aber hohe Kosten

Der Rabenauer Bürgermeister Thomas Paul freut sich über den reibungslosen Verlauf des Entschärfungstages. „Ich bin insofern zufrieden, dass nichts passiert ist, alle beteiligten Stellen sehr gut zusammengearbeitet und die Räder ineinandergegriffen haben“, sagte er am Mittwoch gegenüber DNN-Online.

„Das Verständnis bei der Bevölkerung war da, die Umleitungen haben ohne Probleme funktioniert, und auch zur Schülerbeförderung habe ich keine Klagen gehört.“

Das Bürgertelefon, das die Stadt Rabenau am Montag und Dienstag geschaltet hatte, sei „überaus stark frequentiert“ gewesen. „Das hat mich selbst überrascht – teilweise hat es ja im Minutentakt geklingelt“, so der Chef der Stadtverwaltung. Die meisten Anrufer hatten Fragen zu Straßensperrungen und Umleitungen sowie zur Schülerbeförderung.

Allerdings gibt es auch einen Wermutstropfen für den Bürgermeister: die Kosten von knapp 9000 Euro, die am Entschärfungstag entstanden sind. Zwar kommt der Freistaat Sachsen für die Entschärfung und Entsorgung der Munition sowie den Polizeieinsatz auf. Die Stadt Rabenau muss jedoch die Umleitungsausschilderung bezahlen – ganze 7500 Euro. Dazu kommen noch etwa 1000 Euro für die Feuerwehr, die vorsichtshalber anwesend war, sowie rund 100 Euro für die Unterkunft einer Familie, die nicht bei Freunden oder Verwandten bleiben konnte. Insgesamt ein immenser Batzen Geld für die kleine Stadt.

Und voraussichtlich kommt im nächsten Jahr noch einmal eine ähnliche Summe auf Rabenau zu – dann nämlich, wenn höchstwahrscheinlich die Munition des zweiten in der Dippoldiswalder Heide abgestürzten Bombers entschärft werden muss. Im April 1945 waren zwei amerikanische Flugzeuge mit je 14 Sprengkörpern an Bord in der Luft zusammengestoßen und in das Waldstück gestürzt. Von der Ladung des ersten Bombers sind nur drei Bomben detoniert – die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes fanden drei Bombentrichter. Die übrigen elf Sprengsätze wurden am Dienstag entschärft. Wo genau das zweite Flugzeug zu Boden ging, sei derzeit noch nicht bekannt, so Paul. „Da muss noch intensiv gesucht werden.“

ttr

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