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Purzelnde Rekorde beim Spitzhaustreppenlauf in Radebeul

Purzelnde Rekorde beim Spitzhaustreppenlauf in Radebeul

Die Schweizer Dominanz auf der Radebeuler Spitzhaustreppe bleibt ungebrochen. Mit Sepp Schreiber ist in der achten Auflage des „Sächsischen Mt. Everest Treppen-Marathons“ bereits zum sechsten Mal ein Eidgenosse als erster der 48 männlichen und neun weiblichen Läufer über die Ziellinie gegangen.

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Der Schweizer Sepp Schreiber, hier am Sonnabend nach etwa einem Fünftel der Gesamtdistanz, entschied den diesjährigen Spitzhaustreppenlauf in Rekordzeit für sich.

Quelle: Stefan Schramm

Schreiber gelang dabei das Kunststück, die 2007 von seinem Landsmann Kurt Hess aufgestellte Rekordzeit um fast eine Stunde zu unterbieten. In nur 13:47:32 legte er 100 Runden treppab treppauf zurück. Das sind in jeder Richtung 39 700 Stufen, was in Höhenmetern einem Marsch vom Fuß bis zum Gipfel des Mt. Everest und einer Distanz von einem Doppelmarathon entspricht.

 

Der Erfolg des Eidgenossen Schreiber kommt einigermaßen unerwartet. Nachdem der Schweizer Marco Summermatter, der in den letzten zwei Jahren das Rennen dominiert hatte, wegen der Kommunion seines Sohnes seine Teilname absagen musste, waren eigentlich die Radebeuler Steffen Clauss und Ulf Kühne als Favoriten gehandelt worden. Beide standen in den letzten Jahren schon auf dem Podium, zu einem Sieg hat es bisher aber noch nicht gereicht. Triumphator Schreiber war dagegen bei seiner erstmaligen Teilnahme im vorigen Jahr nicht über die volle Distanz gegangen, musste das Rennen nach 83 Runden abbrechen.

Doch nicht nur der Schweizer mit seiner Fabelzeit sorgte bei hunderten Interessierten rings um den Weinberg „Goldener Wagen“ für Aufsehen. Auch das übrige Läuferfeld war ausgesprochen schnell unterwegs. Der Zweite der Platzierung, der Münchner Andreas Allwang, kam fast fünf Minuten unter 14 Stunden ins Ziel – etwa 50 Minuten unter dem fünf Jahre alten Streckenrekord. Der Wahnsdorfer Lokalmatador Ulf Kühne verbesserte sich im Vergleich zu seiner letzten Teilnahme im Jahr 2010 um fast eine Stunde auf 15:27:29 und belegte damit den dritten Platz.

Bei den Damen purzelte die 2008 von Ulrike Baars aufgestellte Bestzeit. Katrin Grieger kam nach 17:39:55 ins Ziel und verwies die Dresdnerin Baars und die Meißnerin Kristina Tille auf die Plätze. „Rekord!“, hieß es auch bei den Dreierseilschaften. 15 Mannschaften, bei denen sich je drei Läufer in die Distanz teilen, waren an den Start gegangen. Wie in den Vorjahren siegte das Großenhainer Team „Schritt für Schritt“, diesmal in neuer Bestzeit von 10:10:54. „Die Läufer sind einfach auf den Punkt vorbereitet“, kommentiert Organisator Christian Hunn das serienmäßige Purzeln der Rekorde.

Insgesamt sieben Frauen und 28 Männer kamen in den vorgegeben 24 Stunden ins Ziel. Darunter auch der Dresdner Gunter Lanzsch, der mit 68 Jahren ältester Teilnehmer ist. In einem Wettkampf ganz eigener Art hat sich Alexander Helbig durchgesetzt. Weil der Radebeuler Herbert Hoffmann nach gesundheitlichen Problemen bereits nach sieben Runden aufgeben musste, ist der Dresdner Helbig der einzige Läufer, der bei allen bisherigen Treppenläufen über die volle Distanz gegangen ist.

 

Uwe Hofmann

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