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Pulsnitzer Museen befinden sich auf gutem Weg

Drei-Jahres-Bilanz Pulsnitzer Museen befinden sich auf gutem Weg

Anfang des Jahres 2013 nahm die Kultur und Tourismus Pulsnitz gemeinnützige GmbH die Arbeit auf. Drei Jahre später zieht Geschäftsführerin Sabine Schubert eine erste Bilanz.

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Die Pfefferkuchen-Schauwerkstatt (Foto) und das Stadtmuseum bilden seit drei Jahren einen Verbund.

Quelle: Archiv

Pulsnitz. Anfang des Jahres 2013 nahm die Kultur und Tourismus Pulsnitz gemeinnützige GmbH die Arbeit auf. Unter ihrem Dach wurden das Stadtmuseum und die Pfefferkuchen-Schauwerkstatt zum "Stadt- und Pfefferkuchenmuseum" zusammengeschlossen. Drei Jahre später zieht Geschäftsführerin Sabine Schubert eine erste Bilanz. "Verbunden mit der Gründung der neuen gGmbH waren der Wunsch und das Streben, ein regional bedeutsames Museum zu schaffen, das auf lange Sicht förderfähig ist und ein breites Kulturangebot für die Bürger der Stadt und ihre Gäste bereithält", blickt Schubert zurück. Zudem sollten die touristische Attraktivität erhöht und der Schul- und Bildungsstandort Pulsnitz gestärkt werden.

Bis zum Ende des Jahres 2012 waren das Stadtmuseum und die Pfefferkuchen-Schauwerkstatt zwei eigenständige Einrichtungen. Das Stadtmuseum besteht seit mehr als 100 Jahren und nutzt seit 1994 sein heutiges Domizil auf der Goethestraße 20a. Es präsentiert vor allem Stadtgeschichte, regionaltypisches Handwerk und die "berühmten Söhne" der Stadt. Eine Kulturraumförderung erhielt es in den letzten Jahren vor der Vereinigung nicht. Die Pfefferkuchen-Schauwerkstatt hingegen verdankt ihre Gründung im Jahre 1999 der damaligen Fremdenverkehrsgemeinschaft Pulsnitztal-Westlausitz. Nach deren Auflösung übernahm der Ernst-Rietschel-Kulturring die Einrichtung, die im Kern die Pfefferkuchenherstellung in der früheren Bautzener Bäckerei Trebes um 1900 mit der dortigen Ausstattung zeigt. "Der Kulturring entwickelte die Schauwerkstatt zu einem vom Kulturring geförderten Museum und baute die Sammlung kontinuierlich aus", so Sabine Schubert.

Die Neustrukturierung brachte große Herausforderungen mit sich: "Sie bestand darin, nicht archivierte Bestände zu erfassen, eine einheitliche Inventarisierung vorzunehmen sowie einen abgestimmten Museumsbetrieb mit einheitlichen Öffnungszeiten aufzubauen", so die Geschäftsführerin. Zudem galt es, "mit verringertem Zuschuss der Stadt Pulsnitz gleiche und bessere Resultate zu erzielen und bauliche Hemmnisse zu beseitigen." Immer im Blick bleiben musste dabei die Förderfähigkeit durch den Kulturraum - das Stadt- und Pfefferkuchenmuseum Pulsnitz zählt zu den sieben Einrichtungen, die bis 2017 ein neues Konzept für die Anerkennung der regionalen Bedeutsamkeit vorlegen müssen.

Die durch die Dachsanierung im August 2014 bedingte Schließzeit nutzte die gGmbH, um ein neues Konzept für das Stadtmuseum umzusetzen und die Dauerausstellung neu zu gestalten. Zudem wurden die Bibliothek und ein Café integriert. Die Besucherzahlen und Einnahmen erhöhten sich 2014 trotz der zeitweiligen Schließung. Im gleichen Jahr erfolgte der Ankauf der bedeutenden privaten Pfefferkuchensammlung Liere.

Sabine Schubert ist sich dessen bewusst, dass für die Bewahrung der dauerhaften Förderfähigkeit große Anstrengungen erforderlich sind. Durch den Umzug des Stadtarchivs in den Dachbereich des "Haus des Gastes" könnte das Dachgeschoss des Stadtmuseums in die Dauerausstellung einbezogen werden: "Eine Herausforderung, aber wesentlich billiger als ein Neubau", wie sie einschätzt. Gestärkt werden soll künftig der Bereich "Große Söhne der Stadt Pulsnitz." So stellt das Haustiermuseum der Martin-Luther-Universität Halle Tierplastiken, Skelette, großformatige Fotos und persönliche Gegenstände des Landwirtschaftsprofessors Julius Kühn zur Verfügung, der bislang recht wenig gewürdigt wird. In der Weihnachtszeit gibt es zwei Sonderausstellungen: im Stadtmuseum Puppenstuben, Kaufmannsläden und Backstuben, in der Schauwerkstatt historische Backbücher.

Uwe Menschner

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