Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Google+
Pulsnitz bekommt neuen Platz an der Nicolaikirche

Bauarbeiten Pulsnitz bekommt neuen Platz an der Nicolaikirche

Die Stadt Pulsnitz lässt den Platz rings um die über 500 Jahre alte evangelische Nicolaikirche umbauen. Damit solle das historische Ensemble aufgewertet und das Areal neu gestaltet werden, so dass Bürger der Stadt und Besucher gern dort verweilen, sagt Ramona Seeliger-Fritsch, die Leiterin des Bauamtes.

Voriger Artikel
Musikschule Freital feiert Jubiläum mit Adventskonzert
Nächster Artikel
Radebeul sucht Integrationsassistenten für Stadtbewohner mit ausländischem Pass

Bagger am Gotteshaus: Die Stadt Pulsnitz lässt den Platz rings um die über 500 Jahre alte evangelische Nicolaikirche umbauen.

Quelle: Tomas Gärtner

Pulsnitz. Die Stadt Pulsnitz lässt den Platz rings um die über 500 Jahre alte evangelische Nicolaikirche umbauen. Damit solle das historische Ensemble aufgewertet und das Areal neu gestaltet werden, so dass Bürger der Stadt und Besucher gern dort verweilen, sagt Ramona Seeliger-Fritsch, die Leiterin des Bauamtes. Bagger graben derzeit den Boden tief auf. Dort hinein sollen neue Rohre verlegt werden, die das Regenwasser besser ableiten. Die alten Rohrleitungen seien völlig marode gewesen, so die Bauamtsleiterin.

Das historische Pflaster wird neu verlegt. Bänke sollen aufgestellt werden. Erinnert werden soll dort außerdem an den evangelischen Indien-Missionar Bartholomäus Ziegenbalg (1682-1719), der in Pulsnitz geboren wurde und 1706 mit einem Schiff im südindischen Tranquebar anlegte. Bei evangelischen Christen in Indien wird er hoch verehrt. Näheres über ihn erfährt man in der Kirche.

Die Kosten für die Bauarbeiten sind nach Angaben des Bauamtes auf rund 466.000 Euro veranschlagt. Dauern wird der Umbau voraussichtlich vier Monate. Bei Frost könnten sich die Arbeiten jedoch noch länger hinziehen.

Bislang war die Kirche an der Nordseite tagsüber geöffnet. Nun müssen Besucher, die sie besichtigen wollen, nebenan im Pfarramt oder bei Pfarrerin Maria Grüner klingeln. Zu den Gottesdiensten könnten der Haupteingang und die Schlosstür benutzt werden, so Pfarrerin Grüner. Durch die gelangt man auch zu den Besichtigungen (Freitag und Sonnabend 9-15 Uhr, Sonntag 12-15 Uhr) während des 53. Nikolausfestes um den 1. Advent vom 25. bis 27. November.

Im Inneren der Kirche, in einer Kapelle an der Südseite, kann man Werke eines berühmten Sohnes der Stadt besichtigen: Plastiken von Ernst Rietschel (1804-1861), eines der bedeutendsten Bildhauer des Spätklassizismus. Zu seinen bekanntesten Werken gehört das Goethe-und-Schiller-Denkmal in Weimar (1856). In Dresden schuf er das König-Friedrich-August-Denkmal (seit 2008 auf dem Schlossplatz) und das Carl-Maria-von-Weber-Denkmal (1858) am Theaterplatz vor dem Zwinger.

Erstmals urkundlich erwähnt worden ist eine Kirche an dieser Stelle 1473. Nach Bränden ist sie bis 1745 äußerlich in ihrer heutigen, an eine spätgotische Kirche erinnernden Gestalt wieder aufgebaut worden. Die Portale sind barock. Im Inneren fällt der stattliche Empire-Altar aus Teracotta auf, der weiß und golden bemalt ist. Geschaffen hat ihn Johann Gottfried Lehmann 1796. Eine Besonderheit ist auch die reich mit Figuren geschmückte Kanzel aus der Zeit nach 1600. Geweiht ist die Kirche dem Heiligen Nikolaus, der im 4. Jahrhundert Bischof von Myra war. Sein Fest wird am 6. Dezember begangen.

Der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde gehören rund 2000 Mitglieder an. Verbunden ist sie mit den Schwesterkirchen in Leppersdorf, Oberlichtenau und Reichenbach.

Pfarramt, Kirchplatz 1, geöffnet Mo. und Fr. 9-12, Die. 9-12, 13-16, Do. 9-12, 13-17 Uhr, Mi. geschlossen; Tel. 035955 / 72355

Von Tomas Gärtner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr