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Prozessauftakt im Mordfall Anneli am 13. Mai in Dresden

Landgericht Prozessauftakt im Mordfall Anneli am 13. Mai in Dresden

Am 13. Mai beginnt am Dresdner Landgericht das Strafverfahren gegen Norbert K. und Markus B. Sie müssen sich wegen Mordes und erpresserischen Menschenraubes mit Todesfolge verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, im August 2015 die 17-jährige Anneli aus Robschütz bei Meißen entführt und getötet zu haben.

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Quelle: dpa/Archiv

Meissen/Dresden.  Am 13. Mai beginnt das Strafverfahren gegen Norbert K. und Markus B. Die beiden Männer müssen sich wegen Mordes und erpresserischen Menschenraubes mit Todesfolge vor der Schwurgerichtskammer des Dresdner Landgerichts verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, im August 2015 die 17-jährige Anneli entführt und getötet zu haben.

Der Fall hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. Die Gymnasiastin war am 13. August auf einem Feldweg nahe ihres Elternhauses in Robschütz bei Meißen entführt worden, nachdem sie mit dem Fahrrad und in Begleitung ihres Hundes das Haus verlassen hatte. Kurz darauf verlangten die Täter in einem Anruf mit Annelis Handy 1,2 Millionen Euro Lösegeld vom Vater des Mädchens. Eine Geldübergabe scheiterte, weil die Erpresser mit der Situation überfordert waren. Die Männer hatten das Mädchen auf einen leerstehenden Hof in Lampersdorf gebracht. Dort soll Markus B. den Plan gefasst haben, Anneli trotz der Lösungsgeldforderung zu töten, um die Entführung zu verdecken. In Umsetzung dieses – vom Mitangeklagten K. nicht gebilligten – Tatplanes soll er am 14. August der 17-Jährigen eine Plastiktüte über den Kopf gestülpt und sie dann mit Hilfe eines Kabelbinders sowie eines Spanngurtes erstickt haben.

Umfangreiche Suchmaßnahmen waren zunächst erfolglos geblieben. Die Ermittlungen der Polizei führten schließlich zu den beiden Angeklagten. Am Fahrrad, mit dem die 17-Jährige unterwegs war, wurde DNA-Material gesichert, das die Ermittler auf die Spur eines vorbestraften Mannes in Bayern brachte. Den anderen Tatverdächtigen, einen 62-Jährigen, nahm die Polizei in Dresden fest. Er legte ein Teilgeständnis ab und gab schließlich auch den Hinweis auf den Fundort der Leiche.

Hinweise auf ein Sexualdelikt habe es nicht gegeben, sagte damals Polizeipräsident Dieter Kroll, obwohl die mit Erde bedeckte Leiche nackt gewesen sei. Die Täter hätten versucht, die Kleidung zu verbrennen. Wahrscheinlich um die Tat zu verschleiern. Anneli war auch kein Zufallsopfer, die Täter hatten sich über sie informiert. Einem der Angeklagten war das Mädchen flüchtig bekannt, er hatte in der Nähe gewohnt. Am 5. Oktober wurde die Unternehmertochter nach einer Trauerfeier im Klipphausener Ortsteil Sora (Landkreis Meißen) die Trauerfeier beigesetzt.

Von Monika Löffler

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