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Prozess um zerstückelte Leiche in Dresden - Ermittler schildert Geständnis

Prozess um zerstückelte Leiche in Dresden - Ermittler schildert Geständnis

Der Angeklagte im Dresdner Prozess um den bizarren Tod eines Geschäftsmannes hat dessen Tötung nach Angaben eines Ermittlers nach seiner Festnahme gestanden.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Detlev G. habe nach langem Zögern zugegeben, dass er den damals als vermisst geltenden Mann kenne und der ihn bekniet habe, ihn zu schlachten, sagte ein Kriminaloberkommissar aus Hannover (Niedersachsen) am Montag im Landgericht. „Er sagte auch, dass er das eigentlich nicht wollte.“ G., Beamter des Landeskriminalamtes Sachsen, ist wegen Mordes und Störung der Totenruhe angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, den gebürtigen Polen im November 2013 erhängt, die Leiche zerstückelt und im Garten seiner Pension im Gimmlitztal (Osterzgebirge) vergraben zu haben.

Der Kriminalhauptkommissar hatte seine Angaben bezüglich der Tötung später widerrufen und verweist seitdem auf Selbstmord. Als die Ermittler Detlev G. Ende November 2013 im Büro festnahmen, plauderte dieser den Angaben zufolge offen über sexuelle Vorlieben und Aktivitäten auf einschlägigen Portalen im Internet. Bei der Frage nach dem Vermissten sei es dann zäh geworden, berichtete der Beamte. „Nach Minuten des Schweigens sagte er, dass er ihm die Kehle durchgeschnitten und die Leiche vergraben habe.“ Gefragt nach den Motiven, „sprach er von Neugierde und auch von sexuellen Hintergründen, ohne Näheres auszuführen“.

Als Tatwaffe habe er ein langes Messer aus seinem Küchenblock genannt und an einer Puppe sein Vorgehen demonstriert. Kannibalistische Handlungen habe er aber abgestritten. Ein Arbeitskollege des Opfers berichtete vor Gericht von dessen seit der Jugend bestehenden Fantasie, getötet und verspeist zu werden. Er und die Ehefrau erzählten auch, dass der „Kannibale von Rotenburg“ - ein Computertechniker, der 2001 einen Mann getötet und Teile der Leiche verspeist hatte - ihn fasziniert habe. Von dem bizarren Traum aber habe bis zum Verschwinden des Mannes nur eine Freundin in Polen gewusst, mit der er eine Tochter hatte. Noch-Ehefrau, Geliebte und Mitarbeiter waren ahnungslos.

dpa

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