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Prozess gegen 47-Jährigen: Der Mann soll im Mai dieses Jahres Polizisten und Nachbarn mit Waffen bedroht haben

Prozess gegen 47-Jährigen: Der Mann soll im Mai dieses Jahres Polizisten und Nachbarn mit Waffen bedroht haben

hat am 14. Mai dieses Jahres für einigen Wirbel in Oelsnitz, einem Ortsteil der Gemeinde Lampertswalde, gesorgt. In dem sonst eher beschaulichen 230-Seelen-Ort war plötzlich die Hölle los.

Ronny B. 130 Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) waren vor Ort, dazu Notärzte, Sanitäter. Dann fielen Schüsse.

Wegen Bedrohung, Nötigung, unerlaubten Führens einer Schusswaffe und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte muss sich Ronny B. jetzt vor dem Dresdner Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, an jenem Tag seinen Nachbarn mit einer Schreckschusspistole bedroht und ihn und seinen eigenen Neffen dann in einer Garage festgehalten zu haben. Als sich der Angeklagte die Pistole in den Mund gesteckt habe, seien sie geflüchtet und hätten die Polizei gerufen.

Als die eintraf, hatte sich Ronny B. in der Garage verschanzt, weigerte sich, diese zu verlassen und lieferte sich einen stundenlangen Nervenkrieg mit den Beamten. Immer wieder zeigte er sich kurz mit der Pistole und einer gespannten Armbrust und verschwand dann wieder. Als er gegen 17.40 Uhr erneut die Polizisten mit der Armbrust bedrohte, setzten diese die Schusswaffe ein. Ronny B. erlitt eine stark blutende Wunde an der Hand und eine leichte Verletzung im Brustbereich, sagte gestern ein Rettungsassistent, der damals vor Ort war. Ronny B. hatte ihm einen Entschuldigungsbrief geschrieben, wegen der Aufregung, die er durch ihn hatte. Wenn der Angeklagte nüchtern ist, kann man mit ihm auskommen, nur war er das selten.

An das Geschehen kann er sich nicht erinnern. "Ich weiß nur, dass ich irgendwann im Krankenhaus aufgewacht bin und man mir dort erzählt hat, was ich gemacht haben soll." Sein Filmriss ist verständlich. Eine Blutabnahme, Stunden nach dem Vorfall, ergab 2,64 Promille. Sein Alkoholkonsum war eigentlich Schuld an dem ganzen Drama.

Der Angeklagte wollte seinen Wagen starten, was ihm nicht gelang und bat Heiko L. um Hilfe. Als der ablehnte, weil Ronny B. betrunken war, wurde es bedrohlich. "Er hielt mir die Pistole kurz vor das Gesicht und sagte: ,Wenn du mir nicht hilfst, knallt ich dich ab'. Ich habe dann versucht, den Wagen zu starten, es gelang nicht, weil der Kühlerschlauch geplatzt war."

Heiko L. sollte dann mit dem Neffen des Angeklagten einen Schlauch aus der Garage holen. Ronny B. lief mit der Pistole hinterher, legte demonstrativ eine Armbrust und eine Axt neben sich und trank Wodka. "Dann rastete er aus, schrie, schlug mit der Axt um sich, warf das Radio an die Wand und steckte sich die Pistole in den Mund. Da sind wir rausgerannt", sagte Heiko L. "Ich habe um mein Leben gebangt, ich wusste, dass er schon einmal jemanden getötet hat." Der Prozess wird fortgesetzt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.10.2014

Monika Löffler

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