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Protest gegen NPD-Demo in Radebeul geplant

Protest gegen NPD-Demo in Radebeul geplant

Am Rathausbalkon von Radebeul hängt ein Banner. Darauf steht: "Die Würde des Menschen ist unantastbar - aller Menschen." Der Stadtrat hatte sich für die Aktion eingesetzt.

Radebeul. Von Stephan Klingbeil

Heute ab zehn Uhr wollen Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) und je ein Fraktionsmitglied ein Pendant dieses Banners am Asylheim in der Kötitzer Straße anbringen. Dort wohnen 122 Asylbewerber, die teilweise seit Jahren auf den dauerhaften Aufenthalt hoffen.

Die Räte wollen gegen die aktuelle NPD-Kampagne gegen das Grundrecht auf Asyl und die Religionsfreiheit mobil machen. Die Rechtsextremisten tingeln seit Dienstag durch Städte im Freistaat und ätzen zudem gegen eine angebliche Islamisierung Deutschlands. Morgen wollen sie ihrem Frust am Radebeuler Asylheim Luft machen.

Die Stadträte und das eigens gegründete, parteiübergreifende Bündnis "Buntes Radebeul" wollen das nicht hinnehmen. Sie rufen morgen zu einem Gegenprotest mit Menschenkette auf. Die vom Landtagsabgeordneten Johannes Lichdi (Grüne) beantragte Aktion an der viel befahrenen Kötitzer Straße dauert von 16.30 bis 19.30 Uhr.

Der zur gleichen Zeit angemeldete Protest des NPD-Landesverbands wurde bereits vom Landkreis genehmigt. "Die Bestätigung erfolgt auf der Grundlage des Gesetzes über Versammlungen und Aufzüge im Freistaat vom 25. Januar 2012", heißt es vom Landratsamt dazu. Gründe für ein Verbot lägen nicht vor.

Doch der Kreis hat Auflagen erteilt. Der Versammlungsort ist aus Gründen der Verkehrssicherheit um zirka 400 Meter verlegt worden. Man könne die Kötitzer Straße nicht sperren. Seit Wochen sind viele Einwohner in der Region von Umleitungen geplagt. Ausweichstrecken gibt nur wenige. Wegen dieser Auflage können die Rechtsextremen auch nicht - wie zunächst geplant - vor dem Asylheim demonstrieren. Die von der NPD erwarteten 30 Teilnehmer dürfen sich ein paar Meter jenseits der Kreuzung von Kötitzer und Friedrich-List-Straße auslassen. Dort wird währenddessen eine Fahrbahn gesperrt.

Über die Gegendemonstrationen will heute das Landratsamt entscheiden. Eine Genehmigung ist wahrscheinlich. Am Montag hatte es eine Begehung vor Ort mit Vertretern von Kreis und Polizei gegeben. 100 bis 200 Teilnehmer werden zu dem Protest mir Redebeiträgen und Musik erwartet. Laut Lichdi will der Friedensaktivist Frank Richter unter anderem dabei sein. Die Polizei werde ferner dafür sorgen, dass sich Rechtsextreme dem Asylheim nicht über die Seite von der Bahnstation Naundorf her nähern, erklärte das Bündnis.

Unter dem Motto "Die Würde aller Menschen ist unantastbar - Radebeul für mehr Menschlichkeit und gegen Rassismus", wollen sie ein Zeichen setzen. "Es wichtig, dass viele Bürger hier Gesicht zeigen", hofft Ingrid Claußnitzer vom Verein "Courage Preis". "Das ganze Thema geht jeden etwas an", ergänzt Konrad Degen vom Verein "Noteingang", der ebenfalls Bündnismitglied ist. "Man muss doch für Demokratie und Respekt einstehen und den Asylsuchenden hier zeigen: Wir lassen Euch nicht allein."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.11.2012

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