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Prominenter Design-Preis für Glashütter Uhr - Berliner gestaltet Modell Metro made in Sachsen

Prominenter Design-Preis für Glashütter Uhr - Berliner gestaltet Modell Metro made in Sachsen

Glashütte/Frankfurt am Main. Als "jung und weltgewandt, elegant und schnörkellos" bezeichnet die Jury des German Design Award die neue Nomos-Uhr Metro der sächsischen Uhrenmanufaktur Glashütte.

Gestaltet hat sie der Berliner Designer Mark Braun. Mit Möbeln und Leuchten gewann er bereits Wettbewerbe. Heute nimmt er für seine erste Uhr den wichtigsten deutschen Design-Preis in Frankfurt am Main Empfang.

Ahoi, Zürich, Lux oder Tangente: dies sind alles namenhafte Design-Klassiker der sächsischen Manufaktur im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Seit dem letzten Jahr kann sich auch die Metro in die preisgekrönte Riege einreihen. Entworfen hat die Handaufzugsuhr der Produktdesigner Mark Braun. Der gebürtige Hannoveraner arbeitet und lebt in Berlin. Heute wird er für die "Metro" mit dem German Design Award in der Kategorie Lifestyle geehrt. Die Auszeichnung des Frankfurter Rates für Formgebung gilt als wichtigster deutscher Design-Preis.

"Ich möchte Dinge entwerfen, die den Menschen vertraut vorkommen, obwohl sie neu sind", erklärt Mark Braun seine Designphilosophie. So sollte es auch bei der Metro sein. Den ersten Kontakt zu Nomos-Glashütte knüpfte Mark Braun 2012. Die Nomos-Designchefin Judith Borowski beauftragte den 39-Jährigen, eine Uhr nach seinen eigenen Vorlieben zu entwickeln. Braun designt in erster Linie Möbel und Wohn-Accessoires. Deshalb war es ihm wichtig, in die Uhren-Fachwelt einzutauchen, sich in der Produktion umzuschauen und die Techniker kennenzulernen: "Ich fahre immer erst zur Fabrik und gucke, was die da können und wer die Leute sind, die die Uhren machen." Überzeugt hat Mark Braun die Fertigungstiefe in Glashütte.

Das Zifferblatt der Metro, der Verkaufspreis für die Uhr des Herstellers liegt bei 2680 Euro, entstand in enger Zusammenarbeit mit seiner Frau, die Grafikerin ist. "Ich nenne es Slow-Design", so Braun. Nomos sei nicht modisch, sondern klassisch und langlebig, ohne dabei konservativ zu sein. "Mir gefällt das Konzept. Gerade in dieser Wegwerfgesellschaft, in der Sachen so kurzlebig sind", so der Designer. Die Uhr sei seiner Meinung nach nur scheinbar teuer, man bekomme auch etwas für den Preis. "Es gibt Menschen, die kaufen sich jedes Jahr eine neue Uhr, weil es für sie eine Art Fashion-Statement ist. Nomos-Uhren sind das auch, aber die halten ein Leben lang."

Mit 31 gründete Braun sein Designstudio in Berlin und gestaltet Serienprodukte für namhafte Auftraggeber sowie exklusive Einzelobjekte und Editionen, die in London, Paris und Zürich ausgestellt wurden. Zudem unterrichtet er an Universitäten. Seine schwedischen Wurzeln waren für den Werdegang des Produktdesigners nicht unwesentlich. "Meine Großeltern waren Architekten und hatten total viele nordische Design-Klassiker zu Hause, von Arne Jacobsen bis hin zu Bruno Madsen", erinnert sich der 39-Jährige. "Sie haben solche Dinge wertgeschätzt. Die Einstellung zu Design habe ich sozusagen als Kind schon aufgesaugt." Nach der Ausbildung im Jahr 2000 begann Braun sein Studium Industriedesign an der Fachhochschule Potsdam. Schon als Student produzierte er kontinuierlich Sachen. Seine erste Kleinserie verkaufte er 2002.

Nomos wird übrigens mit Braun an weiteren gemeinsamen Plänen arbeiten. Sein nächstes Projekt ist allerdings der Entwurf für das Handy-Gehäuse eines japanischen Herstellers.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.02.2015

Juliane Weigt

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