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Projekt "WEBoverAIR" steigert via Richtfunk Datentransfer ins Pirnaer Gewerbegebiet

Projekt "WEBoverAIR" steigert via Richtfunk Datentransfer ins Pirnaer Gewerbegebiet

Im Gewerbegebiet an der Bundesstraße liegt in Pirna nun schnelles Internet an. Es kommt nicht über Kabel, sondern quasi aus der Luft. Die Kadsoft Computer GmbH aus Freital hat über ihr Projekt "WEBoverAIR" eine Antenne auf einem Werbepylon an der Kreuzung in Höhe Möbel Graf montiert.

"Dadurch ist das Internet dreißigfach schneller in diesem Gebiet", sagt Tobias Droll vom Projekt "WEBoverAIR".

Mit dem Breitbandinternetzugang hatten die Gewerbetreibenden im Industrie- und Gewerbepark "An der Elbe" schon lange ein großes Problem. Das Internet war einfach zu lahm, wovon René Herbst, Geschäftsführer von der Glaswerkstätten Ahne GmbH ein leidvolles Lied singen kann. "Wir konnten viele normale E-Mails nicht empfangen", berichtet er. Beim Öffnen fing der Computer an zu rechnen. Er rechnete und rechnete und brach den Download-Vorgang nach einiger Zeit einfach ab, weil die Internetanbindung einfach zu schwach war. Im Schnitt nur 700 Kilobit pro Sekunden liegen im größten Gewerbegebiet der Canalettostadt an. "Wir waren schon lange auf der Suche nach schnellem Internet und haben mit allen großen Anbietern gesprochen", sagt Herbst. Bis vor zwei Monaten konnte keiner helfen. Dann erfuhr er von dem neuen Web-Anbieter. Das System ist nun seit zwei Monaten in Betrieb. Den Unterschied zu vorher sei kaum in Worte zu fassen.

Die Firma Kadsoft ist seit 1990 im Computerbereich tätig. 2006 riefen die Freitaler das Projekt "WEBoverAir" (Internet über die Luft) 2006 ins Leben. Im Raum Großenhain haben sie mit dem Angebot begonnen, es kamen Wilsdruff, Kesselsdorf und Freital hinzu. "Wir versorgen bereits 140 Ortschaften mit schnellem Internet", sagt Droll. Über Pirna will das Unternehmen nun die Sächsische Schweiz erobern und Privatleute sowie Unternehmen mit schnellem Internet versorgen.

Die technologische Lösung basiert auf Richtfunk. Auf dem Sonnenstein befindet sich das Kabel zum weltweiten Netz. Es ist mit einer Antenne verbunden. Die funkt das Internetsignal zum Sender auf dem Pylonen im Gewerbegebiet. Der Kunde bekommt von "WEBoverAIR" mit dem Vertrag kostenlos seine eigene Antenne gestellt. Die braucht er nur auf den Sender richten. "Wichtig ist eine Sichtverbindung", informiert Droll. Ist diese gegeben können Privatleute beispielsweise für einen Monatstarif von 16,90 Euro mit einer Downloadgeschwindigkeit von 2000 Kilobit pro Sekunde surfen. Die Übertragungsrate kann auf 25 Megabit/Sekunde gesteigert werden, für 89,90 Euro monatlich. Unternehmen können darüber hinaus Pakete für symmetrische Datentransfers buchen. Im Gewerbegebiet zählt das Projekt derzeit zehn Kunden. Bis zu 700 Haushalte könnten eine Antenne auf den Sender richten. Schritt für Schritt soll das Funknetz mit Sendern erweitert werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.10.2014

Silvio Kuhnert

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