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Probestau im Hochwasserrückhaltebecken Glashütte: Prießnitztalstraße wird überflutet

Probestau im Hochwasserrückhaltebecken Glashütte: Prießnitztalstraße wird überflutet

Die Prießnitztalstraße in Glashütte wird zur Sackgasse. Ab kommenden Sonnabend gibt es in Höhe des Hochwasserrückhaltebeckens kein Durchkommen mehr. Grund ist eine Überschwemmung.

Diese Überflutung ist allerdings gewollt. "Das Hochwasserrückhaltebecken soll höher eingestaut werden. In dieser Probestauphase wird der Wasserstand etwa zwei Meter weiter steigen als bisher", teilte gestern die Landestalsperrenverwaltung mit. Damit wird die Straße zwischen Glashütte und Johnsbach überflutet. Sie sei voraussichtlich während der gesamten Winterferienzeit bis zum 22. Februar nicht befahrbar, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.

Am 9. Januar begann die Landestalsperrenverwaltung mit dem Probestau. Seither hat sich das Hochwasserrückhaltebecken bis knapp unter dem Straßenniveau mit Wasser gefüllt. "Das entspricht einer Stauhöhe von etwa 14 Metern. In der jetzigen Phase sollen rund 16 Meter erreicht werden", informierte die Behörde. Das entspreche etwa 40 Prozent des gesamten Fassungsvolumens. Ob diese Marke erreicht wird, hängt vom Wasserzulauf aus Schneeschmelze und Niederschlag ab.

Um die Auswirkungen auf den Straßenverkehr zu begrenzen, hat die Landestalsperrenverwaltung den weiteren Anstau auf die kommende Winterferienzeit beschränkt. Sollten die Zuflüsse so gering sein, dass das Probestauziel nicht erreicht werden kann, wird der Einstau spätestens am 20. Februar gestoppt und mit dem Abstau begonnen. "Das Ziel ist es, die Straße ab dem 23. Februar wieder für den Verkehr frei zu geben", so die Landestalsperrenverwaltung. Das Becken wird dann langsam wieder entleert, soweit es die Verhältnisse im Unterlauf zulassen. Das wird wahrscheinlich bis in die erste Märzwoche andauern.

"Der Probestau am Hochwasserrückhaltebecken verläuft bisher ohne Probleme", berichtet die Landestalsperrenverwaltung. Die durchgeführten Tests hätten keine Auffälligkeiten ergeben. "Auch der Damm selbst zeigt bislang kein unerwartetes Verhalten", heißt es weiter.

Seit November 2013 schützt ein fast 30 Meter hoher Wall die Stadt Glashütte vor Hochwasser. Das in 43 Monaten Bauzeit errichtete Rückhaltebecken kann 20 Mal mehr Wasser als der alte Damm an der Prießnitz fassen. Es wurde vergrößert, weil im August 2002 nach den heftigen Starkniederschlägen das aus den 1950er Jahren stammende Becken am kleinen Bach Prießnitz übergelaufen war. Während der Bauzeit von 2010 bis 2013 wuchs der Damm von zehn auf fast 30 Meter an. Für die Erweiterung musste die Kreisstraße zwischen Glashütte und Johnsbach verlegt werden. Sie führt nun über den Staudamm. Bei einem größeren Hochwasser wird die Straße überstaut und muss gesperrt werden. Der Freistaat investierte in den Bau des Hochwasserrückhaltebecken mehr als 25,5 Millionen Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.02.2015

Silvio Kuhnert

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