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Polizeirevier Pirna präsentiert Kriminalitätsstatistik 2012 - Aufklärungsquote bei 69,1 Prozent

Polizeirevier Pirna präsentiert Kriminalitätsstatistik 2012 - Aufklärungsquote bei 69,1 Prozent

Im Polizeirevier Pirna leben die Menschen im Grunde sehr sicher. So lautet das Fazit von Revierleiter Thomas Thieme beim Blick auf die Kriminalitätsstatistik 2012. Bei 69,1 Prozent der angezeigten Delikte konnte der Polizeioberrat mit seinen derzeit 136 Mitarbeitern die Täter ermitteln.

Im Schnitt bewältigten sie im vergangenen Jahr täglich 26 Einsätze. Die Spitze lag bei 55 an einem Tag.

Insgesamt ging bei den Ordnungshütern 9339 Mal ein Notruf ein. "Die Bandbreite der Einsätze reicht von der Katze auf dem Baum, die nicht mehr allein hinunterkommt, bis zum Mordfall", so Thieme. 7063 Straftaten mussten die Beamten registrieren, das waren 579 mehr im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg sei ein statistisches Problem, erläuterte Thieme. Zum einen hat die Bundespolizei im vergangenen Jahr ihre Aktivitäten auf der Autobahn verstärkt. Die ermittelten Straftaten schlagen sich in der Statistik des Pirnaer Reviers nieder. Außerdem wurde der Revierbereich Ende 2012 um die Gemeinden Rosenthal-Bielatal, Kurort Gohrisch und Reinhardtsdorf-Schöna erweitert. Auch wenn die Kommunen im vergangenen Jahr noch zum Revier Sebnitz gehörten, wurden die dort angefallenen Taten bereits in der Revierstatistik von Pirna verrechnet.

In Erinnerung ist dem Revierchef vor allem ein Krimineller geblieben. Matthias A., der Pate von Pirna, hatte seinen Lebensunterhalt durch Erpressungen und Bedrohungen verdient und erzeugte ein Klima der Angst (DNN berichteten). "Die Betroffenen waren so eingeschüchtert, dass wir Probleme hatten an Aussagen zu kommen", erinnert sich Thieme. Es gelang dennoch 65 Einzeldelikte zu ermitteln. Matthias A. schnuppert nun für sieben Jahre gesiebte Luft. "Ein Erfolg", meint Thieme.

Die Zahl der Diebstähle insgesamt sank 2012. So gab es beispielsweise 59 Versuche, ein Auto zu stehlen, im Vorjahr probierten es Langfinger 85 Mal. In 29 Fällen fuhren sie mit dem Pkw davon, 2011 waren die Autodiebe 40 Mal erfolgreich. Thieme hat für Autobesitzer nur eine Empfehlung: "Mir ist kein Fall bekannt, bei dem ein Fahrzeug entwendet wurde, das mit einer Lenkrad- oder Radkralle gesichert war. Die Investition lohnt sich."

Auch die Zahl der Kellereinbrüche ging erheblich zurück. Dafür stieg allerdings die Zahl der Wohnungseinbrüche vor allem auf dem Lande. Thieme appelliert daher, Wohnungen und Hauseingangstüren zu verschließen, vor allem nachts, und keinen Schlüssel in der Tür stecken zu lassen. Einen Anstieg verzeichneten die Beamten auch beim Ladendiebstahl.

Ein Problem ruft beim Polizeioberrat nur Unverständnis hervor. Es ist die Zunahme sinnloser Zerstörungswut um 137 auf 308 Fälle. Da wurde beispielsweise der Briefkasten eines Betriebs umgeworfen und zerlegt. "Was geht in den Köpfen der Leute vor?", fragt Thieme und kann nur kopfschüttelnd feststellen: "Es geht nur ums Kaputtmachen."

An den Kopf greift er sich auch, wenn Buntmetalldiebe nicht einmal davor zurückschrecken, Starkstromkabel durchzutrennen. 97 Mal vergriffen sich Langfinger im vergangenen Jahr an Kabeln, Drähten oder Rohren aus Kupfer oder anderen Metallen. Knapp die Hälfte der Fälle konnten die Beamten aufklären. "Rund 80 Prozent der Täter sind Deutsche", informierte Thieme, um mit einem Vorurteil aufzuräumen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.05.2013

Silvio Kuhnert

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