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Planschen im Pirnaer Friedenspark

Neugestaltung der innerstädtischen Grünanlage Planschen im Pirnaer Friedenspark

Im kommenden Sommer können Kinder im Pirnaer Friedenspark an heißen Tagen herumplanschen. Die Stadt hat mit der Neugestaltung der Parkanlage begonnen. Und im Bereich an der Breiten Straße entsteht ein Wasserspiel.

Die Visualisierung veranschaulicht das Wasserspiel, das im Eingangsbereich des Friedenparks an der Breiten Straße entsteht. Aus dem Boden schießen mehrere Wasserfontänen, zwischen denen Kinder herumspringen können.
 

Quelle: May Landschaftsarchitekten

Pirna.  Im Pirnaer Friedenspark haben die Arbeiten zur Neugestaltung begonnen. Seit Mitte Oktober liefen dazu bereits erste Vorbereitungen – so ließ die Stadt beispielsweise die Stauden am Eingang zur Breiten Straße ausgraben. Am Donnerstag rückte nun ein Bagger an. Er hievte die Beeteinfassungen aus dem Boden. Wo einst Blumen blühten, sollen künftig Kinder planschen können. Der Bereich an der Bushaltestelle Breite Straße bekommt ein begehbares Wasserspiel mit mehreren Fontänen. Im Sommer kommenden Jahres können dort Mädchen und Jungen sowie alle im Herzen Junggebliebenen an heißen Sonnentagen sich in den Wassersprudeln erfrischen.

Vor der Neugestaltung stand die Verwaltung vor der Wahl. „Soll der Park modern oder an Historie angelehnt umgestaltet werden“, sagte Steffen Möhrs, Fachgruppenleiter Stadtentwicklung im Pirnaer Rathaus. Die Entscheidung fiel auf eine Orientierung am Original und seiner Dreiteilung – einem Kurzaufenthaltsbereich an der Breiten Straße, einem ausgedehnten Mittelteil und einem Spielbereich an der Ostseite.

Landschaftsarchitekt Jens-Holger May nahm intensive Recherchen unter anderem im Stadtarchiv vor. Dabei stieß er auf die Pläne von Max Bertram. Der königlich-sächsische Gartenbaudirektor entwarf einst im Auftrag des Pirnaer Verschönerungsvereins die Parkanlage, die zur ihrer Eröffnung am 9. Juni 1905 noch Friedensplatz hieß. An der Breiten Straße stand ein Kriegerdenkmal, das zur Erinnerung der Gefallenen der Feldzüge 1866 und 1870/71 aufgestellt und nach 1945 zerstört wurde. „Im Mittelteil befand sich der Schwanenteich mit der Wasserfontäne“, berichtete May. Auch der Teich existiert schon seit vielen Jahren nicht mehr. Im hinteren Teil von der Breiten Straße aus gesehen, gab es Spielmöglichkeiten.

Diese Dreiteilung greift May nun bei der Neugestaltung auf. Wo einst das Kriegerdenkmal und später das sowjetische Ehrenmal standen, hat nun der Bau des Wasserspiels begonnen. Dessen Fontänen können in den Abendstunden in unterschiedlichen Farben leuchten, informierte Sybille Neumann vom Gründflächenamt. „Um das Wasserfeld herum werden Sitzbänke und Sitzwürfel stehen“, ergänzte Landschaftsplaner May.

Die Aufenthaltsqualität soll sich auch im mittleren Teil mit der großen Parkwiese verbessern. Dort wird das starre und rechteckige Wegenetz durch geschwungene Wege, wie sie einst vor rund 110 Jahren existierten, ersetzt. Eine lange „Friedensbank“ auf der Nordseite soll zum Verweilen und Ausruhen einladen. Mit Informationstafeln wird an die Geschichte des Areals erinnert. „Der wertvolle Baumbestand mit Linde, Eiche, Ahorn, Eibe, Ulme, Platane und Kastanien wird erhalten und durch Neupflanzungen ergänzt“, so May. Der Spielplatz bekommt ein eigenes Thema. Seile werden dort eine zentrale Rolle spielen. Denn die Spielgeräte sollen an die alte Seilerei erinnern, die sich früher auf dem Nachbargrundstück befand, und das Handwerk spielerisch und thematisch aufgreifen. Auf der Asphaltfläche, die im Winter als Natureisbahn dient, entsteht ein Minifußballfeld für die warme Jahreszeit.

Abhängig von der Witterung der kommenden Monate wird der erste Bauabschnitt im Mai oder Juni 2017 Jahres fertiggestellt. Danach schließen die Arbeiten in den beiden anderen Teilbereichen an. Bis Mitte 2018 soll die Neugestaltung komplett abgeschlossen sein. Die Baukosten betragen knapp 800000 Euro.

Von Silvio Kuhnert

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