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Pläne für Flutschutzwand in Radebeul auf Eis gelegt

Pläne für Flutschutzwand in Radebeul auf Eis gelegt

Die Planungen für einen Damm an der Kötzschenbrodaer Straße liegen auf Eis. Dies teilte Eckehard Bielitz, Bereichsleiter Oberes Elbtal bei der Landestalsperrenverwaltung (LTV) bei einem Radebeuler Einwohnertreffen mit.

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Südlich der Kötzschenbrodaer Straße wird tonnenweise Müll aus gefluteten Gärten entsorgt.

Quelle: Stephan Klingbeil

"Derzeit gibt es keine machbaren Lösungen dafür, auch fehlen jetzt die finanziellen Ressourcen, um mit neuen Planungen anzufangen", sagte Bielitz.

Die LTV hatte nach dem Hochwasser 2002 die Möglichkeit ins Auge gefasst, extra an der Kötzschenbrodaer Straße, zwischen Gottesacker und Panzerstraße, einen Schutzwall zu bauen. Das Projekt gehört laut LTV auch nach der Juni-Flut nicht zur Kategorie "Oberste Priorität".

Die aus Sicht der Behörde einzige, genehmigungsfähige Lösung dafür hätte aber unmittelbar entlang der dortigen Wohnhäuser geführt. Diese Variante für den Damm war in den Vorjahren von den meisten Betroffenen abgelehnt worden. "Wir haben Vorschläge unterbreitet, aber gegen die Bürger machen wir keinen Hochwasserschutz", hob Bielitz hervor. Sachsen habe ein Programm mit über 1600 Flutschutzprojekten, fuhr er fort. "Da können wir nicht in jedem Ort zur gleichen Zeit alle möglichen, sinnvollen Maßnahmen umsetzen." Andernorts gebe es dringenderen Bedarf.

Weiterhin oberste Priorität hätten jedoch drei Radebeuler Elb-Abschnitte. Dies betrifft zum einen den Bereich in Naundorf von der Verzinkerei bis zur Eisenbahntrasse, der ab 2014 gebaut werde. Außerdem sei die Planung für den Flutschutz in Fürstenhain fertig. Schließlich wird eine Lösung für den Bereich Altkötzschenbroda von der Festwiese bis zur Friedenskirche gesucht. Anwohner der Südseite des Angers in Altkötzschenbroda hatten auch hier die Planungen der LTV kritisiert. Diese wollte relativ nah an ihren Häusern eine 500 Meter lange Schutzwand errichten. Die Anlage sollte vor Hochwassern schützen, wie sie alle 100 Jahre vorkommen, verstelle aber auch die Sicht auf Elbe und Streuobstwiesen, betonten die Kritiker - vor dem jetzigen Hochwasser. Die LTV schert das nicht. Wann gebaut wird, sei derzeit jedoch noch ungewiss.

Fest steht bereits, dass es in Radebeul Schäden über 11,2 Millionen Euro gab. So soffen unweit der Kötzschenbrodaer Straße viele Kleingärten ab. Was die Flut dort zerstört hat, kann man derzeit am Elberadweg zwischen Panzerstraße und Anger sehen. Dort türmen sich Sperrmüll, Baumreste und Elektro-Schrott. Die Radebeuler Firma Neru entsorgt alles.Täglich füllt sie dort zwei Container mit je 25 Kubikmeter Abfällen - und das mindestens noch bis Mitte Juli.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.07.2013

Stephan Klingbeil

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