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Pirnas neuer Verkehrsplan steht im Netz - Meinung der Einwohner ist gefragt

Pirnas neuer Verkehrsplan steht im Netz - Meinung der Einwohner ist gefragt

Der Entwurf zum Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Pirna liegt vor. Unter www.pirna2030.de ist das Konzept, wie der Verkehr in der Canalettostadt in Zukunft rollen soll, abrufbar.

Bis zum 14. Dezember können Einwohner dort ihre Meinungen und Stellungnahmen zum Verkehrsplan abgeben. Die DNN stellen wichtige Punkte vor.

Was ist das wichtigste verkehrspolitische Vorhaben für Pirna?

Die größte Entlastung für den innerstädtischen Verkehr kann nur die Südumfahrung bringen. "Ohne die Ortsumgehung können wesentliche Teile des Verkehrsentwicklungskonzept nicht umgesetzt werden", betont Baubürgermeister Eckhard Lang (parteilos). Das machen Zahlen deutlich. Ohne eine neue Trasse für die B172 südlich der Innenstadt rollen laut aktueller Prognose im Jahr 2025 rund 30000 Kraftfahrzeuge täglich über die Dresdner Straße. Durch die Umgehungsstraße könnte die Zahl der Fahrzeuge halbiert werden. "Die Südumfahrung ist zwingend erforderlich", stellt Verkehrsplaner Christoph Sommer vom Büro VKT fest, der das Strategiepapier mit erarbeitet hat.

Was soll sich für Autofahrer ändern?

Der Marktplatz soll zum Großteil Fußgängerzone werden. Der Entwurf sieht vor, die Durchfahrt zur Schlossstraße zu kappen. Nur noch auf den Untermarkt, wo sich die Parkplätze befinden, sollen Autos rollen dürfen. Bei der Fahrt in und aus der Altstadt sind in Richtung Bundesstraße folgende Veränderungen für die Zukunft angedacht: Die Breite Straße wird zur Einbahnstraße; Autos, Lkws und Motorräder dürfen nur noch stadtauswärts fahren, Busse und Radler dagegen auch in Richtung Altstadt. Die zentrale Zufahrt in das Stadtzentrum soll über die Robert-Koch-Straße erfolgen.

Was wird mit dem Parken?

Wer tagsüber in der Innenstadt nach einem Stellplatz sucht, dem schießen sofort Herbert Grönemeyers Liedzeilen durch den Kopf: "Ich drehe schon seit Stunden hier so meine Runden - ich finde keinen Parkplatz, ich komm' zu spät zu dir mein Schatz!" Doch diese Wahrnehmung soll täuschen. "Wir konnten kein wirkliches Defizit an Parkraum feststellen", sagt Sommer. Über 4400 Stellplätze sind im Innenstadtbereich vorhanden. Auszumachen ist laut Sommer aber ein "gefühltes Defizit", weil man entweder keinen kostenlosen Platz oder keinen unmittelbar vor der Haustür finden kann. Der Verkehrsplaner schlägt ein Parkmanagement vor. Attraktive Stellplätze im Zentrum sollten teurer sein als Parkflächen am Rande der Innenstadt, und die gebührenpflichtigen Zeiten sollten verlängert werden.

Wie soll das Busliniennetz gestaltet werden?

Um von A nach B zu gelangen, setzen sich 38,4 Prozent der Pirnaer in ein Auto. Nur zehn Prozent nehmen den Bus und 16,9 Prozent treten in die Pedale. "Der ÖPNV und Radverkehr sollen gestärkt werden", so Sommer. Dafür muss das bereits gute Busliniennetz optimiert werden. Zum einen durch die dauerhafte Einführung einer Citybuslinie. Der Stadtbus soll im 30-Minuten-Takt durch die Altstadt kurven und so einerseits den östlichen Teil überhaupt ans Liniennetz anbinden und andererseits das Parken in der Peripherie attraktiver machen, weil man jederzeit vom Auto auf den Bus umsteigen kann. Zum anderen sollten künftig nicht mehr alle Linien am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) starten, sondern zwischen den Stadtteilen durch die Innenstadt verkehren. Der ZOB dient hierbei künftig als zentraler Umsteigepunkt.

Was soll sich für Radfahrer und Fußgänger verbessern?

Das Verkehrsentwicklungskonzept regt an, die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenfahrtrichtung für Radfahrer zu prüfen. Außerdem sollen Lücken im bestehenden Hauptroutennetz geschlossen werden. Lückenschluss ist neben Erneuerung der Oberfläche auch die Devise für Fußwege. Alle Vorschläge im Konzeptpapier stehen unter Finanzierungsvorbehalt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.11.2014

Silvio Kuhnert

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