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Pirnas Schulamtsleiter Steffen Köhler: Im Jahr 2015 wird's im Herder-Gymnasium eng

Pirnas Schulamtsleiter Steffen Köhler: Im Jahr 2015 wird's im Herder-Gymnasium eng

Platzmangel, Hochwasserschäden, Bauverzug und Brandschutz - während die Schulkinder in ihren wohlverdienten Ferien faulenzen und sich erholen dürfen, wartet auf Steffen Köhler, Leiter Fachgruppe Schule und Soziales im Pirnaer Rathaus, reichlich Arbeit.

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Pirnas Schulamtsleiter Steffen Köhler

Quelle: Stadtverwaltung Pirna

Wo an Gymnasien und Mittelschulen angepackt werden muss, berichtet er im Interview mit DNN-Mitarbeiter Silvio Kuhnert.

Herr Köhler, die Stadt Pirna hat ihre beiden Gymnasien komplett saniert. Nun informierte Landrat Geisler in seinem schriftlichen Bericht im Kreistag, dass "ab dem Schuljahr 2014/15 räumliche Kapazitätserweiterungen vorhanden sein" müssen, "um die schülerstarken Jahrgänge in der gymnasialen Oberstufe beschulen zu können". Hat die Stadt Pirna das Gymnasium in Copitz zu klein gebaut?

Steffen Köhler: Auf Grundlage der Bevölkerungsprognosen, der Bildungsempfehlungen und des daraus resultierenden Wahlverhaltens erstellte die Stadt Pirna die Schulnetzplanung. Im Ergebnis wurde je ein links- und ein rechtselbisches Gymnasium durch das sächsische Kultusministerium bestätigt. Der sehr gute bauliche Zustand, die zentrale Lage und die interessanten Konzepte der Schulen führen zu einer erhöhten Nachfrage. Demzufolge setzt sich die Stadtverwaltung bereits seit längerem mit den Schulleitern und der Bildungsagentur sowie dem Landratsamt bezüglich der Versorgungsmöglichkeiten im gymnasialen Bereich für die kommenden Schuljahre auseinander. An beiden Standorten können unter den jetzigen Rahmenbedingungen maximal vier Klassen pro Jahrgangsstufe betreut werden.

Im Schulnetzplan des Landkreises wurden 2010 für die kommenden Jahre Anmeldungen zwischen 140 und 157 Schüler pro Jahrgang allein für das Herder-Gymnasium prognostiziert. Es wären mehr als vier Klassen notwendig. Ist diese Entwicklung eingetreten?

Die prognostizierten Anmeldezahlen in dieser Höhe nicht. Das Wahlverhalten hat sich deutlich verschoben. Es werden durchaus mehr Bildungsempfehlungen für Mittelschulen erteilt. Außerdem nehmen Schüler mit einer Bildungsempfehlung für das Gymnasium auch Plätze an einer Mittelschule an. In den zurückliegenden Jahren wurden im Schuljahr 2010/11 insgesamt 108 Schüler aufgenommen. 2011/12 waren es 112 Schüler und im Schuljahr 2012/13 starteten 110 Schüler in die 5. Klassenstufe. Für das kommende Schuljahr 2013/14 meldeten sich 92 Schüler an. Für das Schuljahr 2014/15 werden die Hochrechnungen derzeit aktualisiert. Unter den derzeitigen räumlichen Bedingungen können maximal 112 Schüler aufgenommen werden.

Vor drei Jahren war die Eröffnung einer Außenstelle oder das Aufstellen von Containern als Optionen im Gespräch, um den prognostizierten Schülerzahlen gerecht zu werden. Muss die Stadt eine dieser Optionen in Angriff nehmen?

Aus Sicht der Verwaltung werden derzeit alle Optionen geprüft. Insbesondere gilt es, alle Überlegungen anzustellen, die gegebenenfalls vorhandene Raumkapazitäten erschließen. Dabei prüfen wir auf beiden Elbseiten. Insbesondere in den Jahren 2015 bis 2017 besteht ein erhöhter Raumbedarf im Herder-Gymnasium. Eine Option stellen Container dar. Eine Standortentscheidung dazu gibt es noch nicht. Diese muss außerdem mit der Bildungsagentur und dem Stadtrat abgestimmt sein.

Pirna ist nicht nur Schulträger von Gymnasien, sondern besitzt auch drei Mittelschulen. Auf dem Sonnenstein wird fleißig gebaut. Wird die Gauß-Mittelschule bis zu den Herbstferien fertig?

Durch das Hochwasserereignis sind Lieferprobleme beim Estrich-Kies aufgetreten. Wir rechnen derzeit mit einem Verzug der Fertigstellung von drei bis vier Wochen.

Die Goethe-Mittelschule hat unter der Elbeflut gelitten. Wie groß sind die Schäden und haben diese Auswirkungen auf den Schulbetrieb?

Im Schulgebäude selbst ist das gesamte Kellergeschoss nicht nutzbar. Die Räume im Keller standen extrem lange unter Wasser. Die Trocknung geht nur langsam voran. Werkräume, Speiseräume, Flächen für die Schulsozialarbeit sowie auch Umkleiden und Duschräume für den Schul- und Vereinssport sind derzeit nicht nutzbar. Außerdem ist die Sporthalle betroffen. Der Hallenboden muss komplett erneuert werden.

Können die Hochwasserschäden bis zum Ende der Sommerferien behoben werden?

Nein! Die Sporthalle schaffen wir erst nach den Herbstferien wieder freizugeben. Zum Schulgebäude können wir noch keine Aussage treffen.

An der Pesta-Mittelschule muss laut einem Gutachten dringend beim Brandschutz nachgebessert werden. Welche Maßnahmen wird die Stadt Pirna in diesem Jahr realisieren?

In einem ersten Abschnitt sollen die Abtrennungen der Gänge errichtet werden. Außerdem installieren wir eine flächendeckende Brandmeldeanlage.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.07.2013

Silvio Kuhnert

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