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Pirnas Radwegenetz hat noch viele Lücken

Fahrradklima-Test Pirnas Radwegenetz hat noch viele Lücken

Wie fahrradfreundlich ist Pirna? Auf diese Frage hätte die SPD/Grüne-Stadtratsfraktion gern eine Antwort und ruft die Pirnaer auf, sich am Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) zu beteiligen. Pirna habe ein großes Potenzial für Radverkehr. Aber es gebe noch Nachholebedarf, meint Grüne-Stadträtin Franziska Kuhne im DNN-Interview.

Bitte absteigen und das Fahrrad schieben! – diesen Appell richtet Grüne-Stadträtin Franziska Kuhne an alle Radfahrer, die auf der Dohnaischen Straße in Pirna unterwegs sind. Denn die Fußgängerzone ist die Flaniermeile Pirnas und keine Rennstrecke.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Die SPD/Grüne-Stadtratsfraktion ruft die Pirnaer auf, sich bis 30. November am ADFC-Fahrradklima-Test zu beteiligen. Wie Grüne-Stadträtin Fanziska Kuhne die Fahrradfreundlichkeit ihrer Heimatstadt bewertet und wo sie Verbesserungsmöglichkeiten sieht, sagt sie im DNN-Interview.

Frage: Frau Kuhne, Sie rufen die Pirnaer auf, sich am Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V. (ADFC) zu beteiligen. Wie fahrradfahrerfreundlich ist denn Stadt aus Ihrer Sicht?

Franziska Kuhne: Pirna hat ein großes Potenzial für Radverkehr und in letzter Zeit wurde schon einiges getan. Aber es gibt noch Nachholebedarf. So weist das Radwegenetz noch viele Lücken auf. Im Verkehrsentwicklungsplan sind zahlreiche Maßnahmen enthalten, wie die Situation für Radfahrer verbessert werden kann, von denen einige schon umgesetzt wurden. Ich denke, dass Pirna in diesem Jahr besser beim Fahrradklimatest abschneiden wird als im Jahr 2014.

Was ist gut und wo sehen Sie Verbesserungspotenzial?

In Pirna gibt es bereits einzelne Straßen, auf denen Fahrradfahrer gute Bedingungen vorfinden. Ich denke hier beispielsweise an die Rudolf-Renner-Straße. Dort gibt es einen farblich markierten Radfahrstreifen in beide Fahrtrichtungen. Es ist gut, wenn die Radfahrer mit auf der Straße unterwegs sein können und nicht separiert sind. Was fehlt ist ein durchgängiges Radwegenetz in Pirna. So wird es ab der Rudolf-Renner-Straße an der Kreuzung bei der Wesenitztalschänke für Radfahrer schon sehr gefährlich. Denn der Kreuzungsbereich ist sehr unübersichtlich. Zu den Sorgenkindern zählt auch die Maxim-Gorki-Straße. Dort nutzen viele Radler den Fußweg mit. Hier besteht Handlungsbedarf. Denn die jetzige Situation ist sowohl für Radfahrer als auch Fußgänger unbefriedigend. Es wäre wirklich besser, wenn man mit seinem Rad auf einem markierten Streifen auf der Straße fahren könnte. Als sehr problematisch sehen auch viele Pirnaer den Radweg auf der Stadtbrücke in Richtung Altstadt an. Er ist sehr schmal und zur Fahrbahn hin gibt es einen sehr hohen Bord.

Pirna wird in den nächsten Jahren sehr viel Geld in Schulen und Kitas investieren. Bleibt noch was für die Radwege übrig?

Im Stadtrat haben wir uns zum einen bereits über eine Prioritätenliste verständigt, die zur Verbesserung des Radverkehrs schrittweise abgearbeitet werden soll. Zum anderen ist im Entwurf des Doppelhaushaltes 2017/18 eine größere Summe für Radverkehrsanlagen eingeplant. Pro Jahr stehen 125000 Euro an Eigenmitteln bereit, die mit Fördermitteln veredelt werden sollen. Der Fokus liegt auf Schutzstreifen, wo Radfahrer auf der Straße mitfahren können. Dies bietet ihnen eine größere Sicherheit, da sie sich im Blickfeld der Autofahrer befinden. Außerdem stellt die Markierung eines Schutzstreifen nicht so eine große finanzielle Belastung wie der Bau eines kompletten Radweges da.

Fahrradfreundlichkeit besteht ja nicht nur aus Radwegen. Was sollte sich in Pirna außerdem für Radler verbessern?

Es könnte mehr Abstellanlagen im Stadtgebiet geben, wo man sein Rad diebstahlsicher anschließen kann. Auf der Dohnaischen Straße stehen z.B. Metallbügel vor der Stadtbibliothek. Sie sind im Sommer immer total überfüllt. Es muss mehr davon geben. Des Weiteren nimmt die Zahl der Nutzer von E-Bikes zu. Gegenwärtig besteht nur vor dem Canalettohaus die Möglichkeit, sein Elektorrad mit Strom aufladen zu können. Auf Antrag der SPD/Grünen-Stadtratsfraktion und der Fraktion „MIT – Ihre Nachbarn im Stadtrat“ wird die Verwaltung nun eine Liste erstellen, wo im Stadtgebiet weitere Radabstellanlagen, gegebenenfalls. mit E-Bike-Ladestationen sinnvoll wären. Ausbaufähig ist auch der Winterdienst. Der Schnee bleibt immer auf den Radwegen liegen.

Wir sprachen bislang über Optimierungen im Radverkehr. Sollten aber nicht auch Radler ihr Fahrverhalten verbessern? Es gibt immer wieder Beschwerden über rücksichtslose Raser in der Fußgängerzone Dohnaische Straße.

Ich habe dies auch schon persönlich erlebt. Meiner Meinung nach sollten Radfahrer verpflichtet werden, ihr Rad durch die Fußgängerzone zu schieben. Die Dohnaische Straße ist die Flaniermeile in Pirna. Sie ist auch nicht so lang. Das kurze Stück kann man vom Rad absteigen und zu Fuß gehen.

Ein Online-Fragebogen steht unter www.fahrradklima-test.de bereit

Von Silvio Kuhnert

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