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Pirnas OB sieht in Flüchtlings-Integration größte Herausforderung seit der Wende

Pirnas OB sieht in Flüchtlings-Integration größte Herausforderung seit der Wende

Angesichts des anhaltenden Zustroms an Flüchtlingen nach Deutschland sei nicht die Frage, ob Pirna welche aufnehme, sondern "wie wir dieser europäischen Aufgabe menschlich gerecht werden", stellte OB Klaus-Peter Hanke (parteilos) gleich zu Beginn der Sondersitzung des Stadtrates am Dienstagabend klar.

Nach der aktuellen Prognose rechnet die Verwaltung damit, dass bis Ende dieses Jahres 529 Asylsuchende ein Obdach in der Stadt gefunden haben. Zurzeit sind es 292. "Unsere kommunale Aufgabe ist es, den Asylbewerbern während des Verfahrens eine menschenwürdige Bleibe zu bieten und sie im Falle einer Bestätigung ihres Antrages in unsere Gesellschaft zu integrieren", sagte das Stadtoberhaupt. Die Integration wertete er als die "wahrscheinlich größte Herausforderung nach der politischen Wende".

Um diese Aufgabe zu bewältigen, rief Hanke nun eine Stabsstelle Integration und Migration im Pirnaer Rathaus ins Leben. Denn die Unterbringung, bei der die Sandstein-Stadt weiterhin auf das Konzept der dezentralen Unterkünfte in Wohnungen setzt, sei erst der Anfang. "Die Menschen werden über Jahre mit uns zusammenleben", so Hanke. Dafür müssten eine Vielzahl von Projekten zur Integration entwickelt werden. Das könne die Verwaltung nicht allein leisten. "Dazu braucht es ein gesamtgesellschaftliches Engagement - von jedem Einzelnen, an jedem Tag und sicherlich noch in mehreren Generationen", so Hanke.

Wenn der Flüchtlingsstrom auch im kommenden Jahr in der gleichen Höhe anhält, werden 2016 weitere 380 Asylsuchende nach Pirna kommen. Unter ihnen sind auch Kinder. Nach einer Hochrechnung der Stadt werden voraussichtlich Ende 2016 rund 64 Flüchtlingskinder im Krippenalter, 82 im Kindergartenalter, 55 im Grundschulalter hier leben und 72 eine Oberschule oder ein Gymnasium besuchen. An den Schulen sind die Kapazität laut Bürgermeister Eckhard Lang (parteilos) ausreichend. Allerdings werde das Angebot an Klassen mit Deutsch als Zweitsprache an den Grundschulen erweitert werden müssen. Im Kita-Bereich muss die Stadt wohl das Platzangebot ausbauen. Optionen sind die bestehende Kita "Regenbogen" auch nach der Eröffnung des Neubaus in Graupa weiterzunutzen, die Kita Lindenstraße 13 auszubauen und den geplanten Neubau an der Prof.-Roßmäßler-Straße vorzuziehen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.09.2015

Silvio Kuhnert

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