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Pirnas Linke lehnt Baulandpläne für das Südufer des Natursees ab

Neuer Zoff ums Naherholungszentrum Copitz Pirnas Linke lehnt Baulandpläne für das Südufer des Natursees ab

Das Naherholungszentrum (NEZ) am Natursee Copitz wird auf der kommenden Sitzung des Pirnaer Stadtrates wieder für Gesprächsstoff sorgen. Der Plan der Stadtverwaltung, den Eingangsbereich am Söbrigener Weg sowie das benachbarte Grundstück mit der einstigen Massa-Halle als Bauland auszuweisen, stößt auf Widerstand.

Der Eingangsbereich am Söbrigener Weg mit dem seit Jahren leerstehenden Sanitär- und Kassengebäude soll nach dem Wunsch der Linksfraktion im Pirnaer Stadtrat kein Bauland für Wohnhäuser werden.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Das Naherholungszentrum (NEZ) am Natursee Copitz wird auf der kommenden Sitzung des Pirnaer Stadtrates wieder für Gesprächsstoff sorgen. Dieses Mal geht es nicht um den umstrittenen Zaun am Campingplatz, der ist durch den Rückbau bereits Geschichte, sondern um das gegenüberliegende Seeufer. Die Stadt möchte einen neuen Bebauungsplan für das gesamte Areal erstellen. Im Stadtrat geht es am Dienstag um die Gestaltungsgrundsätze. Und der Plan, den Eingangsbereich am Söbrigener Weg sowie das benachbarte Grundstück mit der einstigen Massa-Halle als Bauland auszuweisen, stößt auf Widerstand.

Im Vorfeld der Beratung hat die Linksfraktion einen Änderungsantrag eingereicht. Statt den Zugang zum NEZ in Richtung Parkplatz des VfL-Stadions zu verlegen, spricht sich Die Linke für den Erhalt der Eingangszone am Söbrigener Weg aus. Dieser soll „für eine Nutzung zu Zwecken der Naherholung und der sportlichen Betätigung wiederbelebt bzw. entwickelt werden“, schlägt Stadträtin Jutta Häcker vor. Das betreffe sowohl den gesamten Eingangsbereich zum NEZ einschließlich des Sanitärgebäudes und Kassenhäuschens als auch perspektivisch das Gelände der ehemalige Massa-Halle, wo für die Linke-Stadtratsfraktion auch eine touristische Nutzung denkbar wäre.

In der Begründung verweist Häcker auf die Entstehungsgeschichte des NEZ: „Das Naturseeareal wurde vor 40 Jahren von Pirnaer Bürgerinnen und Bürgern in ihrer Freizeit errichtet und soll auch weiterhin für die Naherholung nutzbar und öffentlich zugänglich bleiben. Eine Wohnbebauung im ehemaligen Eingangsbereich am Söbrigener Weg würde dem entgegenstehen.“ Der See und die Sportanlagen seien sehr beliebt. In den Sommermonaten herrsche insbesondere an den Wochenenden großer Andrang. „Eine Verringerung des öffentlich nutzbaren Raumes wäre kontraproduktiv“, so Häcker weiter.

In dem Bereich ein kleines Wohngebiet zu entwickeln, stößt auch bei der im Zuge des Zaunstreits vor einem Jahr aus der Taufe gehobenen Bürgerinitiative „Naherholung Copitz“ auf Ablehnung. „Das NEZ wurde in den 1970er Jahren zur Erholung angelegt. Wir lassen es nicht zu, dass Teile davon als Grundstücke verkauft und mit Einfamilienhäusern bebaut werden“, sagt BI-Sprecher Armin Müller. Die BI, die sich in einen Verein umwandeln möchte, hat eigene Pläne für das seit Jahren leerstehende Sanitär- und Kassenhäuschen. „Wir wollen das Gebäude erhalten und sanieren“, berichtet Müller. Eine Toilettenanlage sowie ein Imbiss sollen darin entstehen.Zu dem Projekt fanden bereits Gespräche mit der Stadtverwaltung und den Stadtwerken Pirna, denen das gesamte Gelände am Natursee gehört, statt.

Die Änderung des B-Planes würde diesem Vorhaben nicht entgegenstehen, heißt es aus dem Rathaus. Der neue Bebauungsplan sei auf die Zukunft ausgerichtet. Die Ausweisung als Wohnbaufläche bedeute nicht, dass, sobald der B-Plan Rechtskraft habe, auch gleich gebaut werde. Er sei für eine längerfristige Entwicklung des Areals gedacht. Gebäude, die betrieben würden, stünden nicht konträr zu diesen Bebauungszielen, sondern hätten weiter Bestand, versichert die Stadtverwaltung.

Von Silvio Kuhnert

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