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Pirnaer und Heidenauer Grundschüler erkunden spielerisch den Wald

Pirnaer und Heidenauer Grundschüler erkunden spielerisch den Wald

Graupa.Wo finden Tiere im Wald ihre Nahrung? Woher kommt unser Holz für Möbel und was macht eigentlich ein Waldarbeiter? Etwa 80 Kinder der Grundschule Graupa und der Bruno Gleißberg Grundschule Heidenau löcherten gestern die Mitarbeiter des Sachsenforsts in einem Waldstück in Graupa mit ihren Fragen bei den diesjährigen "Waldjugendspielen".

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Elisabeth, Celina, Moritz und Domenic (v. l. n. r.) von der Grundschule Graupa lernten gestern bei den "Waldjugendspielen" mit einem Puzzle, wie aus dem Baum im Wald ein fertiger Stuhl wird.

Quelle: Carola Fritzsche

Der Sachsenforst hatte den Sachkundeunterricht der Viertklässler ins Freie verlagert und zu einem Rundweg mit zehn Stationen eingeladen. Dort konnten die Schüler spielerisch Wissenswertes über den Lebensraum Wald sowie die Forstwirtschaft lernen und sich in verschiedenen Disziplinen messen. Anstatt die Nase in die Bücher zu stecken, stand dabei beispielsweise "Holzstämme auf Zeit stapeln" oder "Zapfen-Zielwurf" auf dem Stundenplan. Außerdem erfuhren die Jungen und Mädchen Wichtiges über die Jagd sowie die Arbeit und das Verhalten im Wald.

Seit 1999 organisieren das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, die Landesgruppe Sachsen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Sachsenforst einmal im Jahr die "Waldjugendspiele". Noch bis Ende Juni werden dabei insgesamt rund 6000 Schüler der dritten, vierten und sechsten Klasse einen etwas anderen Tag im Wald erleben. Die Schulen können sich dafür bei der Bildungsagentur bewerben.

Auch wenn die meisten Kinder inzwischen mit Smartphone und Spielkonsole aufwachsen, so ist doch die Begeisterung der Schüler seit der ersten bis zur diesjährigen 16. Auflage der Waldjugendspiele ungebrochen.

Mit hochrotem Kopf kauerten gestern Celina, Finn und Jeremy von der Grundschule Graupa auf dem Waldboden und knobelten eifrig an einem Puzzle zum Holztransport. Lehrerin Ute Paul war von diesem Anblick ganz verzückt: "So ein Tapetenwechsel kann den Kindern einen richtigen Motivationsschub geben", sagte sie.

Davon ist auch Stefanie Blaß überzeugt. Die Sachbearbeiterin im Bereich Waldpädagogik des Sachsenforsts weiß: "Natürlich müssen auch wir uns der modernen Zeit anpassen, um die Kinder von uns zu überzeugen." Denn der Bezug zur Natur gehe bei der jungen Generation im Zuge der Urbanisierung immer mehr verloren. "Der Wettbewerb mit den Klassenkameraden treibt sie aber wie eh und je an", erläuterte die Pädagogin. Zudem gebe es in jeder Klasse noch immer ein paar "Naturzugpferde", die gemeinsam mit den Eltern oft in der Natur unterwegs wären. "Und von den Gleichaltrigen, die ihnen dann vielleicht hier im Wald etwas erzählen - da lernen sie sowieso am besten", fügte sie hinzu.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.06.2014

Susann Schädlich

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