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Pirnaer sollen beim Flutschutz mit anpacken: Verwaltung will Wasserwehr mit Ehrenamtlichen

Pirnaer sollen beim Flutschutz mit anpacken: Verwaltung will Wasserwehr mit Ehrenamtlichen

Für den Hochwasserschutz möchte die Stadt Pirna eine Wasserwehr aus Einwohnern der Stadt installieren. Hierbei soll vor allem die Arbeit der Feuerwehr von ehrenamtlichen Kräften unterstützt werden.

"Ziel ist, die Aktivitäten der Anlieger an den Schwerpunkten - z.B. Bonnewitzer Rundling, Großsedlitzer Straße, Am Lindigt - in die bestehende Wasserwehr zu integrieren", teilt Bauamtsleiter Uwe Schädlich mit. Er reagiert damit auf einen Antrag der CDU-Stadtratsfraktion.

Die Christdemokraten schlagen vor, einen Gewässerwart zu berufen. "Der Hochwasserschutz muss eine der vordergründigsten Aufgaben in der neuen Legislaturperiode sein. Ein ehrenamtlich tätiger Gewässerwart könnte bei entsprechender Eignung und ausgestattet mit entsprechenden Kompetenzen sowie finanziellen Mitteln zur Beobachtung und Erfassung der Gewässer zweiter Ordnung der Stadt Pirna sowie gegebenenfalls auch zur Koordinierung von Hochwasserschutzmaßnahmen eingesetzt werden", heißt es in der Begründung des Antrags.

Die Verwaltung empfiehlt dem Stadtrat, dass er auf seiner nächsten Sitzung diesem Vorschlag nicht folgen soll. Um keine Missverständnis aufkommen zu lassen, stellt Schädlich klar: "Unstrittig ist, dass dem Hochwasserschutz in den nächsten Jahren eine besondere Bedeutung zukommen muss." Für die laufende Gewässerunterhaltung stehen der Fachgruppe Bau jährlich rund 80 000 Euro zur Verfügung. "Darüber hinaus werden viele regelmäßig wiederkehrende Kontroll- und Pflegeaufgaben an den Gewässern durch die Mitarbeiter des Bauhofes durchgeführt", informiert Schädlich. Wenn nun eine ehrenamtliche Kraft in diese Aufgaben eingebunden werde, wäre dies "mit erheblichem zusätzlichen Aufwand bei den Hauptakteuren verbunden", meint Schädlich.

Im Rathaus hat man eine andere Vorstellung von bürgerschaftlichen Engagement beim Flutschutz an den Gewässern zweiter Ordnung wie Bächen und sporadisch fließenden Rinnsalen. Nach heftigen Gewittergüssen sind diese wiederholt über die Ufer getreten oder haben als Schlamm- und Gerölllawinen Keller von Häusern und Betrieben geflutet und Straßen überflutet. "Durch die Ergänzung der Wasserwehr mit ehrenamtlichen, zivilen Kräften und deren Einbindung in die Informations- und Führungsstruktur der Feuerwehr lassen sich kürzere Reaktionszeiten und ein effektiverer Hochwasserschutz in kritischen Situationen erreichen", so Schädlich.

Konkret sollen Anwohner von kritischen Gewässern quasi als eine Art Frühwarnsystem fungieren und die Feuerwehr oder den Bauhof informieren, wenn sich eine Gefahrensituation anbahnt. Außerdem sollen sie Schwemmgut beiseite ziehen und Durchlässe freihalten. Durch die Feuerwehr sind regelmäßige Schulungen vorgesehen. Die Stadtverwaltung möchte die entsprechende Ausrüstung wie Gummistiefel und regenfeste Kleidung sowie das zur Erfüllung der Aufgaben benötigte Werkzeug zur Verfügung stellen. "Ziel ist, die ehrenamtlichen, zivilen Kräfte ab Frühjahr 2015 sukzessive in die Wasserwehr zu integrieren", informiert Schädlich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.08.2014

Silvio Kuhnert

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